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Barrierefreie Wohnungsgestaltung

30.11.2017

Denkanstösse

Oft sind es die kleinen Dinge, die eine große Wirkung haben. Bei der barrierefreien und an die individuelle Schädigung angepassten Gestaltung der eigenen "vier Wände" gibt es heute viele Unterstützungsangebote und Lösungsoptionen. Dieser Bereich bietet einen Überblick über vorhandene Ansatzpunkte für die barrierefreie Gestaltung der Wohnung oder auch des Hauses, beispielhafte Produktlösungen und potentielle Partner für die Planung und Umsetzung der jeweiligen Wohnraumanpassungen.

Der unten dargestellte beispielhafte Grundriss einer Wohnung ist dabei interaktiv gestaltet. Durch Klicken auf den entsprechenden Wohnbereich (z. B. Bad oder Küche) werden sie zu den Informationen, Übersichten und weiterführenden Angeboten in diesem Wohnbereich weitergeleitet.


Denkanstoss: WOHNGEMEINSCHAFTEN


Förderung ambulant betreuter Wohngemeinschaften in Bayern

Nach 55 Jahren Leben mit einer gravierenden Behinderung ist bei vielen contergangeschädigten Menschen der „Akku“ leer und ein immer schwerer zu bewältigender Alltag hinterlässt tiefe Spuren. Für viele Betroffene stellt sich dabei die Frage, wie will oder wie muss ich in Zukunft leben? Wie kann ich noch so weit wie möglich selbstbestimmt leben? Gibt es alternative Wohnmodelle, welche meine Lebensumstände verbessern, vielleicht sogar einen Heimaufenthalt verhindern und wieder mehr Selbstbestimmung erlauben? Mit diesen Fragen hatten wir uns erstmals im Februar 2016 im Thema des Monats im CIP beschäftigt.

Vor diesem Hintergrund fiel uns auf der intersana ein Informationsangebot zur bayerischen „Richtlinie zur Förderung neuer ambulant betreuter Wohngemeinschaften sowie zur Förderung von Vorhaben zur Verbesserung der Lebensqualität und der Rahmenbedingungen in der Pflege“ auf, welche auch von contergangeschädigten Menschen genutzt werden kann.

Der Freistaat Bayern unterstützt damit neue ambulant betreute Wohngemeinschaften für Seniorinnen und Senioren sowie weitere Vorhaben zur Verbesserung der Lebensqualität und der Rahmenbedingungen in der Pflege. Ganz konkret bietet Bayern für bis zu 2 Jahre eine Anschubfinanzierung von maximal 40.000 Euro für den Aufbau solcher Wohngemeinschaften. Dabei darf die Gesamtförderung höchstens 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben betragen und die zuwendungsfähigen Ausgaben müssen sich insgesamt auf mindestens 10.000 Euro (Bagatellgrenze laut Richtlinie) summieren. Einen Antrag auf Förderung kann jede Initiatorin bzw. auch jeder Initiator einer solchen ambulant betreuten Wohngemeinschaft vor Beginn des Projektes stellen. Fachliche Unterstützung beim Vorhaben bieten z. B. die Fachstellen für Pflege- und Behinderteneinrichtungen – Qualitätsentwicklung und Aufsicht (bisherige Heimaufsicht) oder auch die Pflegeberatungsstellen und Pflegekassen.

Was kann gefördert werden?

  • Moderatoren-Kosten zum Aufbau eines Gremiums der Selbstbestimmung
  • Externe Beratungsleistungen zur Koordination und Organisation sowie zur temporären fachlichen Begleitung
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für die Wohngemeinschaft
  • Unterstützung bei der Anschaffung von
    • Treppen-Liftern und
    • Ausstattungsgegenstände für Gemeinschaftsräume, welche die besonderen Bedürfnisse pflegebedürftiger Menschen berücksichtigen

Was kann nicht gefördert werden?

  • Erstellung eines Konzeptes
  • Baukosten und Kosten für Schönheitsreparaturen
  • Miete und Mietausfälle
  • Betreuung, Pflege und Begleitung im Alltag

Weitere Informationen

Internetseite des Bayerischen Staatsministeriums
für Gesundheit und Pflege zur Richtlinie Pflege-WoLeRaF

Faltblatt zur Förderrichtlinie Pflege
(WoLeRaF) - PDF, 1.6 MB

Informationsbroschüre zu „Selbstbestimmt leben
in ambulant betreuten Wohngemeinschaften“ des
Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit
und Pflege - PDF, 1.7 MB

Rechtsgrundlagen

Richtlinie zur Förderung neuer ambulant betreuter Wohngemeinschaften sowie zur Förderung von Vorhaben zur Verbesserung der Lebensqualität und der Rahmenbedingungen in der Pflege (Förderrichtlinie Pflege – WoLeRaF)

Pflege- und WohnqualitätsgesetzPfleWoqG
des Freistaates Bayern

Kontakt

Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Elisabeth Rieber
Telefon: 089 540233-433
E-Mail: abWG@stmgp.bayern.de 

Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) in Bayreuth
Sonja Reuschel
Telefon: 0921 605-3370
E-Mail: sonja.reuschel@zbfs.bayern.de 


Quellen: Materialien und Informationen des Freistaates Bayern und eigene Recherchen
Eingestellt von: T. Heckmann