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Förderung Umbau durch primären Kostenträger

25.07.2019

Unterstützung durch die Pflegekasse

Im Rahmen der Pflegestärkungsgesetze wurde auch der Zuschuss zu Umbaumaßnahmen in einer Wohnung (z. B. Einbau eines barrierefreien Badezimmers) von bisher 2.557 Euro auf bis zu 4.000 Euro pro Maßnahme angehoben. Wenn in einer Wohnung mehrere Anspruchsberechtigte zusammenleben, kann sich dieser Betrag sogar auf bis zu 16.000 Euro erhöhen.  Ein Eigenanteil ist nicht mehr zu tragen. Auch wichtig: Wird der genehmigte Betrag nicht komplett für die geplante Umbaumaßnahmen verbraucht, so verfällt er nicht automatisch. Er kann auch noch für andere Anpassungen genutzt werden. Hierzu sollten sich die Betroffenen aber im Vorfeld mit der Pflegekasse abstimmen.

 

Entsprechend § 40 (4) des SGB XI können Pflegekassen „subsidiär finanzielle Zuschüsse für Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes des Pflegebedürftigen gewähren, beispielsweise für technische Hilfen im Haushalt, wenn dadurch im Einzelfall die häusliche Pflege ermöglicht oder erheblich erleichtert oder eine möglichst selbständige Lebensführung des Pflegebedürftigen wiederhergestellt wird.“ 

Subsidiär bedeutet, dass die Pflegekasse nur dann für Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfelds aufkommt, wenn kein anderer Träger vorrangig zuständig ist. Ein Beispiel: Ein contergangeschädigter Mensch tritt eine neue Arbeitsstelle an. Hierfür waren ein Ortswechsel und der Umzug in eine neue Wohnung notwendig. Notwendig werdende Anpassungen in der neuen Wohnung würde dann von der Pflegekasse geprüft, ob nicht eine vorrangige Zuständigkeit der beruflichen Rehabilitation bestehen.

Weitere Informationen

Leistungsvoraussetzungen
Positiv-/Negativ-Liste
Zuschuss-Höhe
Antragsprozess


Eingestellt von: T. Heckmann
Erstellt am 30. November 2017. Letzte Aktualisierung am 25. Juli 2019. 

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