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Link- und Produkt-Tipps

30.11.2017

Wo kann man Autos anpassen lassen?

 

Verband der Fahrzeugumrüster für mobilitätseingeschränkte Personen in Deutschland e.V.
Auto / Kfz - Umrüstunternehmen sowie Hersteller von Umrüstsystemen und Anbieter von PKW-Umbauten für Menschen mit Behinderung

Informationsportal für Menschen mit Behinderung, die Auto fahren,
Bundesweite Übersicht mit 78 Umrüstbetrieben, die PKW-Umbauten anbieten und zusätzlich nach gewünschter Auto bzw. Kfz - Anpassung und Region durchsucht werden kann

Übersicht über spezialisierte Anbieter
für PKW-Umbauten und deren Liefer-Schwerpunkte im Bereich Auto / Kfz - Umrüstungen vom ADAC

Wo findet man gebrauchte, bereits angepasste Fahrzeuge?

Auto-Börse
des Interessenverbandes Körpergeschädigter e.V. in Baden

Die Autobörse ist ein Serviceangebot des Interessenverbandes Körpergeschädigter e.V. – Contergangeschädigten Hilfswerk in Baden. Sie soll dabei helfen, dass sich Käufer und Verkäufer von gebrauchten Fahrzeugen mit behinderungsbedingten Spezialumbauten (PKW-Umbauten) schneller und besser finden.

Link zur Autobörse
des Interessenverbandes Körpergeschädigter e.V.


PRODUKT-TIPPS


Produkt: Max Mobiel
Anbieter: mango mobility (NL) 
Weitere Informationen

Zusätzliche Steuerungsoptionen am Lenkrad.

Produkt: Kfz-Steuerungsoptionen / PKW-Umbauten
Anbieter: Verschiedene Anbieter
Weitere Informationen

© Foto: EML
Josef Fleischmann (22) nutzt die Sprachsteuerung seit knapp einem Jahr.

 

Produkt: Sprachsteuerung – Center Voice
Anbieter: Mobilcenter Zawatzky GmbH
Weitere Informationen


DETAILINFORMATIONEN


MAX MOBIEL


07.11.2017

E-Mobil

E-Mobilität war auch auf der REHACARE 2017 ein großes Thema. Die Firma mango mobility aus den Niederlanden präsentierte dazu auf der Düsseldorfer Messe ihr neues Gefährt für die Mikromobilität. 

Für das für 2 Personen konstruierte E-Auto benötigt man laut Hersteller keine Fahrerlaubnis. Dies würden wir aus unserer Sicht für Deutschland so nicht stehen lassen können. Die Höchstgeschwindigkeit des MAX MOBIEL beträgt 45 km/h. Damit liegt es weit über den maximal 15 km/h bis zu denen zum Fahren eines Elektromobils in Deutschland kein Führerschein notwendig ist, zumal sich das auch nur auf einsitzige Elektromobile/Krankenfahrstühle bezieht. 

Vor diesem Hintergrund wandten wir uns an das Kraftfahrzeugbundesamt in Flensburg, welches uns an die Führerscheinstellen der Kreise und kreisfreien Städte verwies. Nach Auskunft der Straßenverkehrsbehörde des Werra-Meißner-Kreises ist eine Nutzung völlig ohne Fahrerlaubnis - angesichts der technischen Daten des MAX MOBIEL - nicht möglich. Eine Fahrerlaubnis Klasse B (Auto) ist möglicherweise nicht notwendig. Welche Klasse jedoch erforderlich wäre, sollten Interessenten am MAX MOBIEL mit ihrer regionalen Zulassungsstelle vor Ort prüfen, da insbesondere für Altinhaber einer Fahrerlaubnis verschiedene Sonderregelungen bestehen.

Das MAX MOBIEL ist mit 2,50 m Länge, 1,65 m Höhe und 1,10 m Breite sehr kompakt und bietet hinter den beiden Sitzen einen durch eine Heckklappe zugänglichen Stauraum. Hier könnten Einkäufe, aber auch ein gefalteter E-Scooter oder ein Reise-Rollstuhl, Platz finden. Die maximale Zuladung wird mit 250 kg angegeben, was bei zwei Erwachsenen die mögliche Gepäckmenge stark reduziert. Die Kompaktheit des E-Mobils geht aus unserer Sicht auch zu Lasten der Innenraumgestaltung, der uns in Düsseldorf etwas beengt vorkam. Dies ist allerdings sehr subjektiv. Deshalb sollten sich Interessenten hierzu ein eigenes Urteil bilden.

Die Reichweite ist mit maximal 60 Kilometern angegeben. Dies limitiert die Nutzung auf kurze Besorgungen in der Stadt, die Fahrt zum Arzt oder zu Bekannten in der näheren Umgebung. Positiv ist, dass für das MAX MOBIEL eine einfache Steckdose zur Aufladung der Batterie ausreicht. Dazu sind rund 3,5 Stunden notwendig. Es entstehen Kosten von circa 1 Euro.

Das MAX MOBIEL soll laut Hersteller 15.995,00 Euro kosten. Es wird darüber hinaus auch in einem Leasing-Modell über 48 Monate für 300 Euro pro Monat angeboten.

Kontakt

Mango Mobility B.V.
Baionen 6
1046 CK Amsterdam
Tel.: +31 342 404450
E-Mail: info@mangomobility.nl 

Weitere Informationen

Internetseite von
mango mobility (auf Holländisch)

Informationen des Herstellers 
zum MAX MOBIEL (auf Holländisch)

YouTube-Video zum
MAX MOBIEL (auf Holländisch)

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Auto-Mobilität im
Contergan-Infoportal

Mobilitätshilfen im
Contergan-Infoportal

 

Erstellt von: T. Heckmann
Quellen: Materialien der REHACARE 2017, beteiligter Aussteller sowie eigene Recherchen und Fotos
Aktualisiert: 07. November 2017


KFZ-STEUERUNGSOPTIONEN


01.11.2017

Mobilität sichern: Alternative Kfz-Steuerungsoptionen

Italienisches Flair auf der RehaCare 2016 mit einem mobilen Kaffeestand in klassischem Ferrari-Rot.

Im Bereich der Mobilität hat das Auto auf der RehaCare 2016 auch wieder einen großen Ausstellungsbereich eingenommen. Damit ging es einmal mehr um die verschiedenen Möglichkeiten der PKW-Umbauten, mit denen zum Beispiel auch contergangeschädigte Menschen ein Auto selbständig bedienen können.

Sodermanns Automobile GmbH

Die Sodermanns Automobile GmbH hat in Düsseldorf die Space Drive Bedienelemente präsentiert, mit denen man mittels Joystick Gas geben, lenken und bremsen kann. Dabei wird das System an die individuellen Bedürfnisse des Fahrers angepasst, der die Steuerung mit Armen, Händen oder einzelnen Gliedmaßen bedienen kann. Darüber hinaus bietet Sodermanns eine Vielzahl unterschiedlicher Handbediengeräte für alle Fahrzeugtypen, mit denen wichtige Sekundärfunktionen mühelos gesteuert werden können (z. B. Blinker, Licht und Scheibenwischer). Die Firma ist besonders spezialisiert auf PKW-Umbauten von Fahrzeugen der Marken Renault und Dacia.

Kontakt

Sodermanns Automobile GmbH
Auf dem Taubenkamp 12
41849 Wassenberg

Telefon: 02432 933890
Telefax: 02432 9338919
E-Mail: info@reha-mobilitaetszentrum-nrw.de 

Sojadis Equipment

Einen Gasring am Lenkrad präsentierte die Firma Sojadis elektronische Fahrhilfen aus Frankreich. Er ermöglicht das Beschleunigen des Fahrzeugs durch einfaches Drücken des Ringes. Wird die Bremse betätigt wird das Gaus automatisch abgeschaltet. Ein weiteres vorgestelltes Produkt war der elektronische Multifunktions-Drehknopf Comdis, der sich mit vielen Handbedienungs-Geräten aus dem Sojadis-Programm kombinieren lässt. In seinem Heimatmarkt Frankreich ist das Unternehmen bereits eine bekannte und beliebte Marke für Fahrhilfen für Menschen mit Mobilitäts-Einschränkungen. In Deutschland ist es jedoch neu auf dem Markt und will sich zu einer Alternative zu den etablierten Hersteller auf dem deutschen Markt für PKW-Umbauten entwickeln.

Kontakt

Sojadis Equipment
Place du Maréchal Leclerc
F-49510 Jallais
Frankreich

Telefon in Deutschland: 0221 46757306
E-Mail: sojadis@sojadis.com 

SOJADIS-Gasring am Lenkrad.
Ausstellung verschiedener zusätzlicher Steuerungsoptionen an Lenkrädern.
Zusätzliche Steuerungsoptionen am Lenkrad.

Bever Car Products

1973 begann die niederländische Firma Bever mit der Anpassung von PKW für Personen mit Funktionseinschränkung. Aufgrund der zunehmenden Nachfrage nach Anpassungsprodukten für Kraftfahrzeuge hat sich Bever Car Products zu einem selbständigen und innovativen Unternehmen entwickelt, das ein umfangreiches Sortiment von PKW-Umbauten für Kunden in vielen europäischen Ländern bietet, um die Mobilität seiner Kunden zu verbessern. In Düsseldorf präsentierte Bever dabei ein eigenes System zur Steuerung von Gas und Bremse mittels Joystick sowie mit „SmartSteer“ ein System zum Betrieb von Sekundärfunktionen mit Hilfe eines alternativen Steuerelementes. Bever Car Products wurde 2004 offiziell durch den TÜV zertifiziert.

Kontakt

Bever Car Products b.v.
Industrieweg 30
6673 DE Andelst

Telefon: 0031 488 451524
Telefax: 0031 488 421035
E-Mail: info@bevercarproducts.nl 


Erstellt von: T. Heckmann
Quellen: Informationen der Hersteller und Recherchen auf der RehaCare
Online seit: 07. November 2016


SPRACHSTEUERUNG


01.11.2017

Barrierefreies Fahren und mehr: Was Spracherkennung leisten kann

PKW-Umbau: EML European Media Laboratory und Mobilcenter Zawatzky stellen Sprachsteuerung im Auto für Sekundär- und Komfortfunktionen vor – „Rolladen hoch, Licht aus“: Haustechnik per Sprache steuern – Wenn´s schnell gehen muss: Sprachnachrichten abhören statt lesen.

Josef Fleischmann (22) nutzt die Sprachsteuerung seit knapp einem Jahr. © Foto: EML
Josef Fleischmann in einem Auto mit Sprachsteuerung.

Inklusion ist nicht nur ein Schlagwort: Menschen mit einer körperlichen Behinderung können heute ein Auto selbstständig steuern, denn mechatronische Systeme ermöglichen das Lenken, Gasgeben oder Bremsen. Wer darüber hinaus den Blinker setzen oder die Klimaanlage einstellen will, kann auf die Sprache als Steuerungsinstrument zurückgreifen. Denn die EML European Media Laboratory GmbH und die Mobilcenter Zawatzky GmbH entwickelten gemeinsam eine Sprachsteuerung für diese so genannten „Sekundärfunktionen.“ Seit der Markteinführung im Frühjahr 2014 wurden bereits zahlreiche barrierefreie Fahrzeuge mit Sprachsteuerung verkauft. Inzwischen bauten beide Firmen in dieses System zusätzlich so genannte „Komfortfunktionen“ ein, die der Öffentlichkeit jetzt vorgestellt wurden. Damit kann der Nutzer per Sprachbefehl navigieren und das System dazu nutzen, die Wettervorhersage abzufragen oder den Anrufbeantworter im Büro oder Zuhause abzuhören.

„Ich nutze die Sprachsteuerung schon fast ein Jahr und komme im Alltag damit sehr gut zurecht“, sagte Josef Fleischmann bei der Präsentation in Heidelberg. Der Rollstuhlfahrer fuhr mit seinem eigenen Fahrzeug vor und zeigte, wie man den Scheibenwischer mit Sprache steuert oder mit Sprachbefehlen Informationen zum Wetter und zur Fahrstrecke abruft. „Das Autofahren mit Sprachsteuerung ist deutlich komfortabler, weil ich mich ganz auf das Fahren konzentrieren kann“, berichtete der angehende Wirtschaftsingenieur. „Es ist auch sicherer, weil ich nur eine Taste betätigen muss, im Gegensatz zu einer Fernbedienung, auf die ich dann schauen muss, wenn ich zum Beispiel die Nebelschlussleuchte einschalten will, die ich nur selten brauche.“ 

Andreas Zawatzky, Geschäftsführer der Mobilcenter Zawatzky, betonte den Sicherheitsaspekt der Sprachsteuerung: „Das Auto ist eigentlich ein System voller Widrigkeiten. Von den Fahrgeräuschen bis hin zur Elektronik stellt es den Fahrzeugumbau vor große Herausforderungen. Uns ist es gemeinsam gelungen, ein sicheres Sprachsteuerungssystem zu entwickeln, auf das sich unsere Nutzer verlassen können.“

„Die neue Kombination von Sekundär- und Komfortfunktionen zeigt aus unserer Sicht das gelungene Zusammenspiel von lokaler und serverbasierter Spracherkennung“, erklärte EML-Forschungs- und Entwicklungsleiter Dr. Siegfried Kunzmann Foto. EML). „Die Komfortfunktionen werden über eine serverbasierte Spracherkennung gesteuert, da auch Internetinhalte genutzt werden. Für die Sekundärfunktionen wird die lokale Spracherkennung genutzt, denn diese Funktionen müssen jederzeit „ansprechbar“ sein.“ Beide Erkennungssysteme werden von der gleichen EML-Technologie bedient.

Doch nicht nur im Auto kann Spracherkennung helfen, Barrieren zu überwinden: Die EML-Sprachtechnologen zeigten, wie sich auch die Haustechnik durch Sprache steuern lässt – vorausgesetzt, das Haus verfügt über ein sogenanntes Bus-System, das in vielen Neubauten standardmäßig eingebaut wird.

Eine andere Anwendung, die Menschen den Alltag erleichtern kann, ist der EML Voicemail2Text-Service: Sprachnachrichten, die zuhause oder im Büro eingegangen sind, erscheinen als Text auf dem Smartphone – der Anrufbeantworter muss also nicht extra abgehört werden. Josef Fleischmann nutzt diesen Dienst, „weil ich Anrufe nur mit Freisprecheinstellung abhören kann, aber oft in einer Umgebung bin, in der das nicht möglich ist.“ Der Service ist für private Nutzer kostenfrei (https://vmt.eml.org ). Er eignet sich aber auch gut für die Kommunikation von Firmen. „Die Daten bleiben nämlich, im Gegensatz zu anderen Anbietern, auf den Rechnern der Firma, so dass der Datenschutz nach den strengen deutschen Datenschutzrichtlinien gewährleistet ist“, so Dr. Kunzmann vom EML.

Quelle und Kontakt:

EML European Media Laboratory GmbH
Dr. Peter Saueressig
Schloss-Wolfsbrunnenweg 35
69118 Heidelberg
Tel.: 06221 / 533245
eMail: saueressig@eml.org
URL: Zum Internet-Angebot 

Weitere Anbieter

ADAC-Übersicht (Stand 09/2017)
Anbieter/Umbaubetriebe von Zusatzeinrichtungen


* Die hier aufgeführten Produktbeispiele erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie zeigen beispielhaft, welche Lösungen für contergangeschädigte Menschen angeboten werden. Gerne nehmen wir weitere Lösungen in die Übersicht auf. Bitte kontaktieren Sie uns hierzu unter info@contergan-infoportal.de  


Thema des Monats Februar 2018


Auto-mobil in den Frühling

Blick in ein umgebautes Auto.

Für viele Betroffene stellt die Fahrt mit dem eigenen Auto ein Stück Freiheit und Lebensqualität dar. Eine individuell angepasste technische Ausstattung des eigenen Fahrzeuges hilft dabei, Assistenzbedarf zu vermeiden und unterstützt die Selbstständigkeit der contergangeschädigten Menschen. Da die körperlichen Beeinträchtigungen jedoch sehr unterschiedlich sein können, müssen es auch die technischen Anpassungslösungen sein, um so lange wie möglich mobil zu bleiben.

In unserem „Thema des Monats“ im Februar wollen wir uns hier mit aktuellen Entwicklungen im Bereich der Auto-Mobilität beschäftigen und praktische Anpassungsmöglichkeiten für Fahrzeuge und die Fahrsicherheit vorstellen. Darüber hinaus wollen wir Tipps geben, woran es zu denken gilt beim Wechsel vom Winter- in das  Sommerhalbjahr. Diese Ausführungen werden ergänzt durch Informationen zu praktischen Hilfen bei der Fahrt mit dem Auto, Tipps zu barrierefreiem Reisen mit dem Auto „über Land“ sowie nützlichen Ansprechpartnern bei der Planung der nächsten Auto-Ausfahrt.

Verwandte Themen

Anpassung und Umbau
im Contergan-Infoportal

Kosten und Finanzierung
von Fahrzeugumbauten

Euroschlüssel auf Reisen


Aktuelle Entwicklungen im Bereich der Auto-Mobilität

Im Zuge der Recherchen zu unserem Thema des Monats Februar 2018 "Auto-mobil in den Frühling" haben wir auch nach Informationen zu aktuellen Angeboten im Bereich der Automobilität und praktischen Fahrzeuganpassungen gesucht. Ergänzend zu den bereits vorhandenen Angeboten im CIP sind uns folgende Services und Produkte aufgefallen:

BAVC
Automobilclub mit besonderen Leistungen für Menschen mit einer Behinderung

Seinen Mitgliedern mit Beeinträchtigungen bietet der Automobilclub zusätzliche Unterstützung, Pannenhilfe und Beratungsleistungen. Dazu gehören

  • Deutschlandweite Pannenhilfe für umgerüstete Fahrzeuge
  • Deutschlandweite Pannenhilfe für Elektrorollstühle und Scooter
  • Erhöhter Zuschuss für Kurzfahrten nach Fahrzeugausfall
  • Zusätzliche Beratungsleistungen

Nach Auskunft des BAVC umfasst die deutschlandweite Pannenhilfe für umgerüstete Fahrzeuge "den Transport zur zuständigen Umrüstwerkstatt oder zu nächstgelegenen Spezialwerkstatt und übernimmt hierfür bis zu 500 € der Kosten für den Fahrzeugtransport. (Voraussetzung: Das umgerüstete Fahrzeug kann nicht am Pannenort wieder fahrbereit gemacht werden und muss aufgrund seiner besonderen Umrüstungen in einer auf diese Anforderungen spezialisierten Werkstatt repariert werden.) Für Kurzfahrten nach Fahrzeugausfall zahlt der BAVC einen erhöhten Zuschuss von 100 € statt 50 €."

Neben der kostenlosen Bereitstellung schriftlicher Informationen übernimmt der BAVC auch die Kosten für eine umfassende telefonische Beratung durch BAVC-nahe Spezialisten zur

  • Erlangung eines kraftfahrtechnischen Gutachtens inkl. Zuschuss zu den ggf. damit verbundenen Kosten,
  • Bedarfsgerechte Umrüstung des Fahrzeuges und Hilfestellung bei der Inanspruchnahme entsprechender Zuschüsse und
  • Fahrschulen mit Spezialfahrzeugen.

Kontakt

BAVC-Bruderhilfe e. V.
Automobil- und Verkehrssicherheitsclub
Karthäuserstr. 3 a
34117 Kassel
Telefon: 0561 709940
Fax: 0561 7099418 
E-Mail:  info@bavc-automobilclub.de 


Driver-Test-Stationen (DTS)

Die DTS ist ein Hilfsmittel zur Beurteilung der aktuellen körperlichen Fahrtüchtigkeit von Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Dabei können Muskelkraft, Beweglichkeit und die Reaktionsfähigkeit in Bezug auf die wichtigen Bedienfunktionen eines Autos (Lenkung, Beschleunigung und Bremsen) in einer stressfreien Umgebung getestet werden. Der im Rahmen des Tests erstellte Bericht bietet eine Grundlage für die Beurteilung und Empfehlung, welche Art der Anpassung und welches Fahrzeugmodell am besten geeignet wären. So trägt das System dazu bei im Zuge der Planung der Fahrzeuganpassung individuelle, benutzergerechte Möglichkeiten zu finden, die dem Betroffenen das optimale Führen seines Fahrzeugs trotz körperlicher Einschränkungen ermöglicht.

Mobilitätsanbieter mit DTS-Angeboten

Rudi Mattes
Mobilitäts-Zentrum Mattes - Behindertengerechter Fahrzeugumbau (www.behindertenrechter-fahrzeugumbau.de)
Am Wendehof 1 & Liststraße 1
38550 Isenbüttel
 
Telefon: 05374 1626
Fax: 05374 1691
E-Mail: info@kfz-mattes.de

Individual Automobilsysteme
c/o European Van Service GmbH
Badenstedter Str. 42
30453 Hannover

Telefon: 0511 473 856 7-0
Fax: 0 511 473 856 7-9
E-Mail: service@evs-deutschland.com

KADOMO GmbH
Kleinhülsen 41
D-40721 Hilden/Düsseldorf
Telefon: 02103 2525900
Fax: 02103 2525929
E-Mail: kontakt@kadomo.de
 
KADOMO Berlin GmbH
Warener Str. 5
D-12683 Berlin
Telefon: 030 99273770
Fax: 030 992737725
E-Mail: berlin@kadomo.de
 
KADOMO Süd-Ost GmbH
Marienstrasse 2
D-95131 Schwarzenbach
Telefon: 09289 9701777
Fax: 09289 9701770
E-Mail: sued-ost@kadomo.de


Handbediengerät "P+L Multima Pro"

Das Handbediengerät von Petri + Lehr ist sehr schmal und bietet dadurch mehr Freiheit im Fußraum und lässt eine größere Variation bei der Fahrersitzverstellung nach vorne zu. Dies ermöglicht auch eine flexiblere Nutzung des Fahrzeuges durch Menschen mit oder ohne körperliche Behinderung. Als weitere Vorteile  werden vom Hersteller genannt:

  • Minimale Baubreite und -tiefe
  • Sehr leichte Gas-Bedienung durch Nutzung der primären Arm-Muskulatur
  • Sehr leichte Brems-Bedienung durch optimierte Kraftübertragung
  • Mechanik vollständig aus Edelstahl
  • Individuelle Anpassung in Höhe, Position und Neigung
  • Leichte und schnelle Umrüstung auf andere Fahrzeugtypen

Für den individuellen Geschmack bietet Petri + Lehr auch eine Fahrhilfen-Veredelung (z. B. Carbon-Optik) für verschiedene Fahrhilfen für Menschen mit körperlichen Einschränkungen - in Zusammenarbeit mit der Firma Weinbrenner - an.

Kontakt

Hans-Georg Widmann
Petri+Lehr GmbH
Hans-Böckler-Straße 1
63128 Dietzenbach
Telefon: 06074 7287610
Fax:  06074 7287630
E-Mail: info@petri-lehr.de


Handbedienungen und Lenkhilfen von Veigel

Bereits seit vielen Jahren bietet Veigel Produkte für die Sicherung der Auto-mobilität von Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Diese werden standardmäßig auch von verschiedenen Automobilherstellern als Erweiterung für die eigene Fahrzeugpalette angeboten. So zum Beispiel auch bei Opel. Für das Fahren ohne Pedale hat Opel dazu im vergangenen Jahr sein Portfolio erweitert. Die neue Mobilitätshilfe "Veigel Commander" ist ab Werk für Modelle wie Astra, Cascada, Zafira und Insignia verfügbar. Dadurch können Menschen mit körperlichen Einschränkungen mit Hilfe einer Funkfernbedienung am Handgashebel Blinker, Licht, Hupe und Scheibenwischer betätigen, ohne das Lenkrad loslassen zu müssen. Ein zugehöriger Lenkrad-Drehknopf erleichtert das einhändige Steuern.

Weitere Informationen

Informationen zum
"Selbst fahren trotz Handicap" von Opel

Informationen zu den Veigel
Produkten in den Bereichen
Handbedienungen und 
Lenkhilfen

Kontakt

Veigel GmbH + Co. KG
Verrenberger Weg 36
74613 Öhringen

Telefon: 07941 605850
Fax: 07941 6058520
E-Mail: kontakt@veigel-automotive.de

Neues Umbaukonzept - Paravan VW T6 BASIC

Mit einem neuen Umbaukonzept bietet Paravan jetzt einen günstigen Einstieg in seine Mobilitätspalette für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Um die Umrüstkosten zu senken, wird ein neu entwickelter Konzeptboden direkt auf den bestehenden Serienboden des VW T6 aufgebracht. Umfangreiche Flex- und Schweißarbeiten an der ursprünglichen VW-Karosserie und der Bodengruppe sind nicht mehr nötig. Damit werden sowohl Umbauzeit als auch Kosten reduziert. Der neue, variable Innenboden erlaubt z. B. eine Mitfahrlösung auf der Beifahrerseite oder auch die Selbstfahrlösung im Aktiv- oder Elektrorollstuhl direkt auf der Fahrerseite. Dazu sind verschiedenste Rollstuhl-Rückhaltesysteme integrierbar. Für die Bedienung von Gas, Bremse und Lenkung sowie für die sekundären Fahrzeugfunktionen wie Fensterheber, Licht und Hupe ist darüber hinaus ein umfangreiches Sortiment an Fahr- und Lenkhilfen nutzbar. 

Die Mitfahrlösung Paravan T6 Basic mit neuentwickeltem Konzeptboden und Paravan Kassettenlift kostet laut Paravan ca. 15.500 zzgl. gesetzlicher Mehrwertsteuer. Als Basis für den Umbau dient der VW T6 (Varianten Transporter Kombi und Caravelle). 

Kontakt

PARAVAN GmbH
Paravan - Straße 5 - 10
72539 Pfronstetten - Aichelau

Telefon: 07388 999566
E-Mail: info@paravan.de

Quellen: Informationen der Hersteller und eigene Recherchen


28.02.2018

Praktische Tipps für die Fahrt im Ausland

Bei der Fahrt mit dem Auto ins Ausland gilt es die regionalen Besonderheiten und rechtlichen Regelungen im Transit- oder Urlaubsland zu beachten, um keine unliebsamen Überraschungen zu erleben. Auf einige dieser Besonderheiten möchten wir Sie im Folgenden hinweisen.

© ADAC e.V.
Europakarte mit Mautübersicht.

Unterschiedliche Mautregelungen

Bei der Fahrt mit dem Auto in das europäische Ausland sollte man sich vorab über die unterschiedlichen Regelungen bei der kostenpflichtigen Nutzung von Straßen, Tunneln oder Brücken (Maut) informieren. Die dabei entstehenden Gebühren orientieren sich meist an den Fahrzeugtypen (z. B. Auto, Wohnmobil), wobei je nach Region auch landeseigene Klassifizierungen (z. B. für Gespannfahrer und Wohnmobile), die sich auf die Höhe der Mautgebühren auswirken, in Anwendung sein können. Werden Vignetten genutzt, ist deren Gültigkeitsdauer von Land zu Land unterschiedlich. Mit der zunehmenden Nutzung moderner Kommunikations- und Erfassungstechnik kam es in den verschiedenen europäischen Ländern auch zu einer spürbaren Zunahme der Heterogenität der Nutzungsbedingungen und Erfassungssysteme für die Straßennutzung. Eine europäische Harmonisierung wäre aus Sicht der Touristen deshalb hier besonders wünschenswert. Je nach Urlaubsland müssen Autofahrer sich vorab eine Vignette oder ein Abrechnungsgerät kaufen oder das Auto online registrieren lassen. Es empfiehlt sich deshalb, sich rechtzeitig vor Antritt der Reise bei seinem Automobilclub, einer Auslandsvertretung des Ziellandes oder im Internet über die zu beachtenden Regelungen zu informieren, denn diese können sehr unterschiedlich sein. Auch die zunehmende Digitalisierung der Behördenangelegenheiten verkompliziert die Fahrt mit dem Auto in Europa zusätzlich. 

Urlaubs- oder Transitland Maut-Regelung
Frankreich

Einige Brücken, Tunnel und Schnellstraßen sowie die meisten Autobahnen sind in Frankreich gebührenpflichtig und entsprechend ausgeschildert ("Section a péage"). Die Gebühr wird von den Mautstellen bei der Auffahrt oder Abfahrt bzw. beim Wechsel der Autobahn kassiert. Beachten Sie dies auch, wenn Sie in Frankreich mal eben schnell günstig tanken möchten. Dann kann es hilfreich sein, auf eine mautfreie Strecke zu warten.

Wie hoch die Maut ist, können Sie beispielsweise mit einem Online-Mautrechner selbst berechnen.

Touristen, die mit einem eigenen Auto in der Pariser Innenstadt unterwegs sein wollen, müssen zusätzlich mindestens drei Wochen vor Reiseantritt online eine Umweltplakette bestellen. 
 

Schweiz

In der Schweiz ist für die Nutzung der Autobahnen und Nationalstraßen eine Vignette erforderlich. Diese kann man z. B. an Tankstellen, beim Schweizer Automobilclub, Straßenverkehrsämtern oder bei der Post erwerben. Sie gilt für ein Kalenderjahr und kostet aktuell 40 Schweizer Franken. Sie muss im Auto von innen direkt auf die Frontscheibe geklebt werden (Selbstklebend) und von außen gut sichtbar sein. Unabhängig davon wird für die Nutzung der Tunnel Großer Sankt Bernhard und Munt la Schera eine zusätzliche Benutzungsgebühr fällig.

Österreich

Für Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich muss seit 1997 ein Nutzungsentgelt entrichtet werden. Vor der Auffahrt auf eine solche Straße muss deshalb eine Vignette erworben werden, die vor Antritt der Fahrt von innen an die Windschutzscheibe aufgeklebt werden muss. Die Gebühren reichen für ein Auto von 87,30 Euro für eine Jahresvignette bis zu 9 Euro für eine 10 Tages-Vignette. Neben der seit langem üblichen Klebevignette ist seit November 2017 auch der Erwerb einer digitalen Vignette (gleicher Preis) über die und Schnellstraßen-Finanzierungs-AG (ASFINAG) möglich. Diese ist nicht mehr an das Fahrzeug sondern an das Kennzeichen gebunden.

In Österreich besteht die Möglichkeit für Menschen mit körperlichen Einschränkungen eine Ermäßigung bei der Jahreskarte bzw. eine Gratis-Mautvignette zu erhalten (Link). Dabei sind die Voraussetzungen für die Vergabe der Vignette weit ausgelegt. Danach soll auch ein Behinderter, der zwar weder seinen Wohnsitz noch seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Österreich begründet hat, sich aber aus beruflichen oder persönlichen Gründen regelmäßig dorthin begibt, ebenfalls Anspruch auf eine Gratis-Vignette haben (vgl. hierzu EUGH Urteil C 103/08).

Niederlande

Die Gebührenpflicht in den Niederlanden beschränkt sich auf den 6,6 km lange Westerscheldetunnel zwischen Terneuzen in Zeeuwsch-Vlaanderen und Goes auf Zuid-Beveland (zwischen 2,50 Euro und 18,20 Euro) sowie denKiltunnel bei Dordrecht (Fahrzeuge unter 2,30 Höhe = 2 Euro, ansonsten 5 Euro).

Belgien

In Belgien ist nur der rund 1,4 km lange Liefkenshoek Tunnel auf dem Autobahnring R2 bei Antwerpen gebührenpflichtig. Die Gebühren reichen von 6 Euro für ein Auto mit einer Höhe unter 2,75 m bis zu 19 Euro für ein Wohnmobil mit mehr als 2,75 Höhe.

Italien

Italienische Autobahnen sind meistens gebührenpflichtig. Für einige Tunnel (Munt-la-Schera, Großer St. Bernhardt, Mont Blanc und Fréjus), Autoverladungen (Simplon-Tunnel, Lötschbergtunnel), Passstraßen (Timmelsjoch-Hochalpenstraße und Stilfserjoch) sind ebenso Gebühren zu zahlen wie für die Fahrt mit dem Auto in Mailand, Bologna und Palermo (City-Maut). Keine Gebühr kostet die Nutzung der Schnellstraßen in Italien.

 

    
City-Maut     
   
Die Erhebung einer City-Maut bzw. der zwingend erforderliche Erwerb einer Umweltplakette wird nicht nur in Deutschland immer beliebter. Neben den bereits erwähnten Städten in Italien und Frankreich muss man auch auf den britischen Inseln für bestimmte Strecken in und um London, Durham und Dublin zusätzliche Gebühren entrichten. Hierfür muss man sich teilweise vor Fahrtantritt im Internet registrieren (London). 

Weitere Maut-Gebühren
In Portugal oder Polen werden auf verschiedenen Strecken Mautgebühren elektronisch erfasst. Um diese Strecken nutzen zu können, muss vorab ein entsprechender Transponder erworben werden, der die gefahrenen Streckenkilometer elektronisch erfasst. Auch in Bulgarien, Rumänien, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn benötigen Autofahrer sowohl für Fahrten auf der Autobahn als auch auf den Schnellstraßen eine Vignette. In Ungarn, Rumänien und der Slowakei wird dabei eine E-Vignette genutzt.

Vorab informieren
Autofahrer sollten deshalb nur gut informiert die Reise durch Europa antreten. Nicht in jedem Land ist das gesamte Netz der Autobahnen und Schnellstraßen mautpflichtig. Manchmal werden auch nur Sondermaut-Gebühren für Brücken, Tunnel und Pässe fällig. Einen guten Überblick über die verschiedenen Maut-gebühren in Europa bietet der ADAC.

Ohne Kreditkarte geht oft gar nichts

Ein weiteres Problem ergibt sich bei der Bezahlung der fälligen Mautgebühren. Viele französische, italienische und spanische Mautstellen werden ohne Personal betrieben. Eine Barzahlung ist deshalb dort nicht mehr möglich. Wer keine Kreditkarte hat, wird hier Probleme haben. Vergleichbare Schwierigkeiten ergeben sich auch bei der Nutzung verschiedener Fähren in Dänemark. An den personenlosen Zugängen ist eine Bezahlung ohne Kreditkarte nicht möglich.

Die Maut zu umgehen kann sehr teuer werden

Länder mit Mautsystemen nehmen auch die Kontrolle der Einhaltung der jeweiligen Mautbestimmungen sehr ernst. Deshalb können Verstöße gegen die geltenden Regelungen zur Maut sehr teuer werden. Kauft ein Tourist, der mit dem Auto unterwegs ist, trotz Mautpflicht z. B. keine Vignette oder bringt er sie nach dem Kauf nicht - wie vom Mautbetreiber vorgeschrieben - korrekt an der Windschutzscheibe an, so muss er mit teilweise sehr drastischen Strafzahlungen rechnen. Diese starten so z. B. in Österreich bei 120 Euro, steigern sich über 190 Euro (plus Vignettenkosten) in der Schweiz und 185 Euro in Tschechien bis zu 800 Euro in Slowenien. Hier finden Sie eine Übersicht zu den Bussgeldern im Ausland.

Vergünstigungen für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen

In Österreich besteht die Möglichkeit für Menschen mit körperlichen Einschränkungen eine Ermäßigung bei der Jahreskarte bzw. eine Gratis-Mautvignette zu erhalten (Link). Dabei sind die Voraussetzungen für die Vergabe der Vignette weit ausgelegt. Danach soll auch ein Behinderter, der zwar weder seinen Wohnsitz noch seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Österreich begründet hat, sich aber aus beruflichen oder persönlichen Gründen regelmäßig dorthin begibt, ebenfalls Anspruch auf eine Gratis-Vignette haben (vgl. hierzu EUGH Urteil C 103/08). Auch in England können sich Personen mit Behinderungen bzw. Organisationen, welche behinderte Personen transportieren, von der Maut befreien lassen. In Frankreich gibt es eine Vergünstigung bei der Entrichtung der Mautgebühren. Fahrzeuge der Klasse 2, die für den Transport von Behinderten umgerüstet sind, werden in die preisgünstigere Kategorie 1 eingestuft. Dazu benötigt man jedoch einen Mautschalter mit Personal.

Internationaler Führerschein

Ein Internationaler Führerschein ist eine Art Zusatzdokument zum nationalen Führerschein. Er wird bei Reisen mit dem Auto in einigen Regionen unserer Welt benötigt (siehe unten). Er dient v. a. dazu, es Polizisten im Ausland einfacher zu machen, das Vorhandensein der Fahrerlaubnis zu kontrollieren. 

Wo kann ich ihn bekommen?

Der internationale Führerschein kann bei der Fahrerlaubnisbehörde des jeweiligen Wohnorts beantragt werden. Er kostet etwa 16 Euro und ist meist für drei Jahre gültig. Voraussetzung für seinen Erhalt ist ein EU-Scheckkarten-Führerschein. Die bisherigen grauen oder rosafarbenen Führerscheine müssten deshalb vorher in einen neuen Scheckkarten-Führerschein umgetauscht werden.

Wo wird ein internationaler Führerschein benötigt?

In den EU-Staaten sowie in Norwegen, Liechtenstein, Island, der Schweiz und der Türkei benötigt man keinen internationalen Führerschein. Für Reisen nach Albanien, Moldawien, Russland und der Ukraine, wird seine Mitnahme - laut ADAC - aber dringend empfohlen. Wenn Sie mit dem Auto oder einem Mietwagen außerhalb Europas oder in den USA unterwegs sind, sollte der Internationalen Führerscheins grundsätzlich in Ihren Reiseunterlagen enthalten sein. So minimieren sie eventuelle Verständigungsprobleme mit dem Autovermieter oder auch der örtlichen Polizei. Da es z. B. keine internationalen oder bilateralen Abkommen mit den USA zur Anerkennung deutscher Führerscheine gibt und auch die einzelnen US-Bundesstaaten dies sehr unterschiedlich handhaben, mussten Touristen in Einzelfällen schon hohe Bußgelder zahlen, wenn sie ohne internationalen Führerschein in den USA ein Auto gefahren haben. Für Argentinien, Brasilien, Chile, Singapur aber insbesondere auch Namibia und Südafrika ist die Mitnahme des internationalen Führerscheins sogar zwingend erforderlich.

Führerschein im Ausland verloren?

Wenn der Führerschein im Ausland verloren geht, so muss man dies nicht der Botschaft, dem Konsulat oder der örtlichen Polizei melden. Ein temporär gültiges Ersatzdokument wird z.B. von der Botschaft oder dem Konsulat - anders als beim verloren gegangenen Personalausweis oder Reisepass - nicht ausgestellt. Ein Ersatzführerschein kann somit erst nach der Rückkehr aus dem Ausland bei der Führerscheinstelle des jeweiligen Wohnorts beantragt werden. 

Die Führerscheinstelle erteilt dann einen vorläufigen Führerschein. Dieser ist bis zur Ausstellung des neuen Führerscheins gültig. Bei einem Diebstahl des Dokumentes empfiehlt sich ergänzend auch grundsätzlich eine Anzeige bei der örtlichen Polizei. Diese stellt dann eine Diebstahlsanzeige aus, die man immer bei sich haben sollte, weil bei einer Polizeikontrolle dann manchmal von einem Bußgeld abgesehen wird. Dieses wird nämlich fällig, wenn der Autofahrer auf dem Heimweg ohne Führerschein - z.B. auch über mehrere Grenzen - fährt und dabei kontrolliert wird. Das entsprechende Bußgeld beträgt in der Schweiz 20 Franken, in Österreich 36 Euro und Italien mindestens 86 Euro.

Alkoholtest im Ausland nicht verweigern

Die Verweigerung eines Alkoholtests im europäischen Ausland hat in vielen Ländern hohe Strafen zur Folge. In Österreich wird bei Ablehnung einer von der Polizei geforderten Alkoholkontrolle bzw. eines Alkomat-Tests automatisch einen Alkoholwert von 1,6 Promille angenommen. Dies hat eine Geldstrafe in Höhe von 1.600 bis 5.900 Euro sowie die Aberkennung der Fahrberechtigung für mindestens sechs Monate zur Folge. In den Niederlanden ist die Verweigerung eines polizeilichen Atem- oder Blutalkoholtest eine Straftat, unabhängig davon, ob der Fahrer tatsächlich alkoholisiert ist. Die Ablehnung wird mit einem Bußgeld von 1.000 Euro sowie einem Fahrverbot von neun Monaten bestraft. Einen Atemalkoholtest kann man nur verweigern, wenn es einen medizinischen Grund dafür gibt, der von einem Arzt bestätigt wurde. Den Bluttest dagegen kann man nicht verweigern. Noch drastischer sind die Regelungen in der Schweiz. Hier wird die in der Schweizer Amtssprache als "Vereitelung von Maßnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit" bezeichnete Verweigerung des Alkoholtests mit einer einkommensabhängigen Geld- oder sogar Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren geahndet. In Luxemburg erwarten Verweigerer ein Bußgeld zwischen 500 und10.000 Euro bzw. eine Haftstrafe von drei Tagen bis acht Jahren. In Frankreich droht eine Geldstrafe bis 4.500 Euro und/oder eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren, in Italien 1.500 bis 6.000 Euro und/oder eine Freiheitsstrafe von drei bis zwölf Monaten. Schwedische Behörden können Fahrer zudem zur Blutprobe zwingen und sie dann auch in Gewahrsam nehmen.

© ADAC e.V.
Polizeikontrolle in Italien.

Unfall im Ausland

Die gesetzlichen Regelungen zu Warnwesten, Lichtpflicht, Höchstgeschwindigkeit oder die Vorfahrtsregeln im Kreisverkehr sind - trotz europäischer Einigung auf vielen anderen Feldern - immer noch sehr unterschiedlich. Ebenso werden Verkehrsverstöße unterschiedlich streng geahndet. Auch hier gilt es, sich vorab über die geltenden Bestimmungen im Transit- bzw. Zielland zu informieren.

Zusätzlich sollten Urlauber auch die sogenannte "Grüne Karte" zum Nachweis des Versicherungsschutzes immer dabei haben, denn sie erleichtert die Abwicklung eines möglicherweise entstandenen Schadens. Es kann zudem hilfreich sein, den Zentralruf der Autoversicherer (www.zentralruf.de) sowie weitere Notfall-Nummern in seinem Mobiltelefon zu speichern, um aufkommende Fragen bei Bedarf schnell sachkundig klären zu können..

Grundsätzlich gelten auch bei Unfällen im Ausland die gleichen Regeln wie in Deutschland. Sie sollten an ihrem Fahrzeug die Warnblinkanlage einschalten, sich keinesfalls vom Unfallort entfernen, die auch in Deutschland obligatorische Warnweste tragen, die Unfallstelle so gut wie möglich absichern, eventuellen Verletzten helfen sowie bei Bedarf den örtlichen Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 benachrichtigen.

Auch die Aufnahme des Kfz-Kennzeichen des Unfallbeteiligten, Name und Adresse des Unfallgegners und der Zeugen sowie der Name der Versicherung ist wichtig. Je detaillierter die Schadensaufnahme erfolgt (z. B. mit Fotos und Unfallskizze), desto besser für die spätere Schadensregulierung und einen möglichen Rechtsstreit. Zusätzlich sollte der sogenannte europäische Unfallbericht (mehrsprachig) ausgefüllt werden. Diesen können Interessenten z. B. beim beim ADAC erhalten.

Bei Bagatellschäden (z. B. Blechschäden bei Auffahrunfällen, Parkplatzschäden durch rangierende Autos) kommt die Polizei in vielen Ländern nicht mehr. Bei einem anzunehmenden hohen Schaden, einer Fahrerflucht, einem heftigem Streit mit dem Unfallgegner oder Problemen mit den vorhandenen Versicherungsdaten des Unfallgegners sollte die örtliche Polizei zur Sicherheit hinzugezogen werden. Bei Verletzungen von Personen sollte dies ebenfalls von der Polizei aufgenommen werden. Ein Besuch bei einem Arzt ermöglicht dann auch die Dokumentation der Schwere der Verletzungen und die Ausstellung eines Attestes, mit dem später dann auch mögliche Schadensersatz- oder Schmerzensgeldansprüche geltend gemacht werden können.

Hohe Bußgelder bei falscher Anhängersicherung

Auch die Vorschriften für die Anhängersicherung weichen in unseren Nachbarländern teilweise erheblich voneinander ab. In Deutschland benötigen so z.B. nur Anhänger mit einer Auflaufbremse und einem zulässigen Gesamtgewicht von über 750 Kilo ein Sicherungsseil, welches die Bremse auslösen und so den abgekoppelten Anhänger schnellstmöglich zum Stillstand bringen soll. Der genaue Ort der Anbringung ist nicht vorgeschrieben. 

In Österreich benötigen alle Anhänger eine zusätzliche Sicherungsverbindung mit dem Zugfahrzeug. Ihre Anbringung ist jedoch - wie in Deutschland - gesetzlich nicht geregelt. Fehlt sie jedoch, wird ein Bußgeld von bis zu 100 Euro erhoben. 

Dagegen müssen in der Schweiz alle Anhänger, sowohl mit als auch ohne Bremse, mit einer zusätzlichen Sicherheitsverbindung (Seil, Kette) mit dem Zugfahrzeug verbunden sein. Die Sicherheitsleine ist dabei an zusätzlich angebrachten Ösen oder speziellen Befestigungsöffnungen vorzunehmen. Eine falsch angebrachte Zusatzsicherung führt zu einem Bußgeld von bis zu 600 Schweizer Franken. In den Niederlanden gilt eine vergleichbare Regelung. Deren Missachtung kann eine Strafe in Höhe von 230 Euro zur Folge haben. In Frankreich müssen alle Anhänger über 750 kg über eine Bremsvorrichtung verfügen, die bei einem Bruch der Anhängerkupplung einen automatischen Stillstand des Anhängers ermöglicht.

Weitere Informationen

Mautvergünstigungen für Personen
mit körperlichen Einschränkungen
in Österreich


Frühlings-Check für Ihr Auto

Wenn der Winter sich dem Ende nähert muss auch das Auto fit für den Frühling gemacht werden. Dabei gilt es einiges zu beachten, was für erfahrene Autofahrer eigentlich Routine ist. Manchmal vergisst man in der Hektik des Alltags jedoch das eine oder andere Detail. Als Denkstütze haben wir deshalb hier noch einmal die wichtigsten Tipps von ADAC, TÜV und Autoversicherern zusammengetragen:

Autolack

Streusalz, Splitt und Schneematsch setzen dem Auto und insbesondere dem Lack im Winter sehr zu. In der Waschanlage lassen sich die Verschmutzungen schnell und gründlich entfernen. Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass hartnäckige Schmutzpartikel vor der Fahrt durch die Waschanlage entfernt werden sollten. Geschieht dies nicht, so könnten diese in der Waschanlage wie "Schmirgelpapier" wirken und den Lack zusätzlich schädigen. Zur Vorbehandlung des Autos und zur Entfernung des Schmutzes eignet sich z. B. ein Hochdruckreiniger. Wenn Sie nach der Autowäsche Steinschläge oder kleine Schäden im Lack bemerken, sollten sie diese zeitnah mit einem Lackstift behandeln, um der Bildung von Rost an diesen Stellen vorzubeugen. Zur Beseitigung der Winterfolgen empfiehlt sich bei der Autowäsche auch eine ergänzende Unterbodenwäsche sowie die Reinigung der Radkästen mit einem Hochdruckreiniger. Dabei sollten auch schwer zugängliche Stellen (z. B. an den Türen oder an der Motorhaube) mit der Hand und einem feuchten Tuch gereinigt sowie Tür- und Fensterdichtungen mit warmem Wasser von unerwünschten Rückständen befreit und dann mit entsprechenden Pflegemitteln behandelt werden. Eine zusätzliche Lackkonservierung kann dabei helfen, den Autolack vor den zukünftigen Beeinträchtigungen durch Frühjahrssonne und Blütenpollen zu schützen.

Scheibenwischer

Angefrorene Scheibenwischer sind im Winter keine Seltenheit. In der Folge werden die empfindlichen Gummilippen brüchig und können nicht mehr die volle Leistung zur Verfügung stellen, was zu Sichtbeeinträchtigungen führen kann. Deshalb ist nach den Wintermonaten oft auch ein Tausch der Scheibenwischer fällig. 

Leuchtanlage

Im Winter nutzt man bei der Fahrt mit dem Auto aufgrund der Witterung häufiger die Scheinwerfer. Dadurch werden diese  sehr viel stärker beansprucht als in den Frühjahrsmonaten oder im Sommer. Deshalb sollten Sie den Frühjahrs-Check auch dazu nutzen nicht nur die Frontscheinwerfer, sondern auch Rücklicht, Bremslicht und die Nebelschlussleuchte zu überprüfen und diese bei Bedarf zu erneuern.

Motorraum und Flüssigkeiten

Im Zuge des Frühjahrs-Checks empfiehlt sich auch ein Blick unter die Motorhaube. Hier gilt es insbesondere Motoröl, Kühlwasser und die Scheibenwaschanlage zu prüfen und bei Bedarf Flüssigkeit nachzufüllen. Im Frühjahr ist die Zugabe von Frostschutz zur Scheibenwaschanlage nicht mehr notwendig. Hier empfiehlt sich für Frühjahrs- und Sommermonate eher die Zugabe eines Reinigers, der z. B. speziell für das Entfernen von Insekten geeignet ist. Auch die Kabel und Schläuche werden im Winter stärker beansprucht. Bei Kabeln gilt es darauf zu achten, ob Risse oder Beschädigungen z. B. in der Gummiummantelung der Kabel zu sehen sind. Diese sollten dann von einer Fachwerkstatt geprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden. Aufgrund der empfindlichen Elektronik sollte der Motorraum nicht mit einem Dampf-/Hochdruckstrahler gereinigt werden.

Innenraum

Im Innenraum sollten die Scheiben gründlich gereinigt werden. Hier bildet sich -insbesondere in den Wintermonaten - mit der Zeit ein Schmutzfilm - der zu gefährlichen Sichtbeeinträchtigungen führen kann, insbesondere wenn die Sonne direkt von vorn auf die Windschutzscheibe scheint. Für die gründliche Reinigung eignet sich ein handelsüblicher Glasreiniger und ein feuchtes Ledertuch. Der Fußraum sollte ebenfalls gereinigt und getrocknet werden. Die Gummimatten der Wintersaison haben ihren Dienst nun getan. Sie können gegen die Sommerfußmatten ausgetauscht werden.

Gepäck

Zusätzliche Ladung wie zum Beispiel Schneeketten, Streusplit, Eiskratzer und Abkehrbesen haben eine Sommerpause verdient. Zusätzliches Gewicht im Auto erhöht nur den aktuellen Benzinverbrauch.

Reifen

Ein einfacher Merksatz für den Wechsel von Winter- auf Sommerreifen lautet: "Winterreifen sollten von "O"(ktober) bis "O"(stern) genutzt werden".  In Jahren mit einem frühen Osterfest - wie z. B. auch in 2018 - ist dies allerdings nur als grobe Orientierung geeignet. Entsprechend der gesetzlichen Regelungen sind nicht der Monat sondern die Witterungsverhältnisse für die Wahl der angemessenen Bereifung entscheidend. Das bedeutet: Hat man sein Auto bereits auf Sommerreifen umgerüstet, so muss man bei einem nochmaligen Kälteeinbruch dieses im schlimmsten Fall wieder umrüsten, oder das Auto bei Schnee und Eis stehen lassen, um Probleme mit der Verkehrssicherheit und dem Versicherungsschutz zu vermeiden.

Die in den Frühjahrs- und Sommermonaten nicht benötigten Winterreifen sollten vor der Einlagerung gründlich gereinigt und dann trocken und dunkel gelagert werden. 

Bevor man die Sommerreifen wieder aufzieht gilt es, deren vorhandene Profiltiefe zu prüfen. Beträgt diese nur noch weniger als drei Millimeter, dann sollten sie durch neue Reifen ersetzt werden. Darüber hinaus sollten Sie auch den Reifendruck der Sommerreifen prüfen, da sich der notwendige Luftdruck ändert, wenn überflüssiges Gepäck, wie Schneeketten oder eine Skibox auf dem Autodach, entfernt wurden. 

Nach dem Wechsel auf die Sommerreifen sollte der feste Sitz der Radschrauben nach etwa 50 Kilometern (Empfehlung der meisten Werkstätten) bzw. 100 bis 200 Kilometern (Empfehlung des ADAC) mit einem Drehmomentschlüssel überprüft werden. 

Nun kann der Frühling kommen!


Eingestellt von: T. Heckmann
Quellen: Informationen des ADAC, TÜV Nord, ÖAMTC, Ergo Versicherungen, Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V., Französisches Ministerium für Europa, Eidgenössische Zollverwaltung und eigene Recherchen
Bildnachweis: ADAC e. V.

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