Navigation

Brotkrümelpfad

Inhalt

Thema des Monats September 2018

RehaCare - Messe-Impressionen. © Foto: Messe Düsseldorf / ctillmann
Blick auf Menschenmenge in einer Messehalle der RehaCare 2017 in Düsseldorf.

05.09.2018

Neue Hilfsmittel und Serviceangebote für Betroffene

Im September 2018 wollen wir Ihnen im Rahmen des „Themas des Monats“ aktuelle Hilfsmittel und Services vorstellen, die Ihnen helfen können, Ihren Alltag barrierefreier, bequemer und sicherer zu machen. In diesem Zusammenhang wollen wir auch – zusammen mit Betroffenen – die RehaCare 2018 in Düsseldorf besuchen. Die RehaCare ist die weltweit führende Fachmesse für Rehabilitation und Pflege und bietet alljährlich einen repräsentativen Überblick über neue Hilfen und aktuelles Wissen für ein selbstbestimmtes Leben.

Zur diesjährigen Messe, die vom 26. bis 29. September 2018 auf dem Düsseldorfer Messegelände stattfindet, haben sich bereits 960 Aussteller aus 40 Ländern angemeldet. In sechs Messehallen wollen sie Hilfen vorstellen, die Menschen mit Behinderung, mit Pflegebedarf und altersbedingten Einschränkungen den Alltag erleichtern könnten. Dabei zeigen allein rund 600 Anbieter alles, was Menschen mit Behinderung mobil macht und im Alter Mobilität fördert und erhält. 

In Halle 6 wird es dazu eine besondere Auto-Ausstellung geben. Hier können sich Betroffene auf 2.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche bei 50 spezialisierten Umrüstern maßgeschneiderte Autos für mobilitätseingeschränkte Fahrer vorstellen lassen. Dazu kommen in diesem Jahr auch noch Hersteller wie AUDI, Fiat, Daimler und Volkswagen, die ihre aktuellen Fahrzeugmodelle mit Fahrhilfen ab Werk vorstellen.

Unabhängig davon werden auf der RehaCare natürlich auch Alltagshilfen, Pflegehilfsmittel und Kommunikationstechnik für Menschen mit Sinnesbehinderungen und motorischen Einschränkungen präsentiert. Ideen und Produkte für barrierefreies Wohnen, Freizeit und Reise runden die Düsseldorfer Messepalette ab, von der wir im CIP natürlich ausführlich berichten werden. Auch der Interessenverband Contergangeschädigter Nordrhein-Westfalen e. V. wird mit einem eigenen Stand vor Ort sein (Halle 3, Stand F32). Hier wird am Donnerstag, 27. September 2018, auch die Geschäftsstelle der Conterganstiftung mit ihrem Beratungsangebot vertreten sein. Dabei bietet sich in Düsseldorf die Gelegenheit, mit den Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen, sich auch einmal persönlich kennenzulernen und dabei konkrete Fragestellungen zu erörtern.

Sollten Sie Interesse an einem speziellen Hilfsmittelangebot haben, welches wir unbedingt vorstellen sollten oder nach dem wir für Sie auf der RehaCare suchen sollen, würden wir uns über eine kurze Nachricht via E-Mail unter info@contergan-infoportal.de sehr freuen.

Weitere Informationen

Internetauftritt der
Düsseldorfer RehaCare-Messe
 

Verwandte Artikel

Ausstellungen und Messen
im Contergan-Infoportal

Hilfsmittel von der
RehaCare im CIP


Die Minitrac-Zugmaschine

Bei unserem Besuch von Werner und Rosi Guttenberger am Donauknie in Schlögen konnten wir neben den Umbauten an ihrem Boot noch ein weiteres Hilfsmittel in Aktion erleben: ihre Minitrac-Zugmaschine. Sie hilft den Guttenbergers, die teilweise doch sehr steilen Passagen und Wege der Freizeitanlage am Yachthafen Schlögen in Oberösterreich zu bewältigen.

Der Minitrac, den Zeltplatzbesucher hier auch schon einmal für einen Rasenmäher gehalten haben, wird über eine Deichsel (links im Bild) an den vorhandenen Rollstuhl von Werner angekoppelt. 

Danach nutzt das Paar eine weitere Deichsel, um Rosis Rollstuhl ebenfalls mit Werners Rollstuhl zu verbinde. So können beide in den Genuss der Vorteile des Minitrac kommen und gemeinsam auch bequem die Landschaft erkunden.



Der Minitrac besitzt einen Vorwärts- und einen Rückwärtsgang und kann bis zu 6 km pro Stunde schnell werden. Er hat nach Angaben von Nutzern – je nach Geländeprofil – eine Akkureichweite von etwa 25-30 Kilometern. Dabei soll er Steigungen zwischen 7-12 % auf unbefestigten Wegen und bis zu 20 % auf Asphalt überwinden können. Das hängt natürlich nicht unwesentlich auch vom Körpergewicht des bzw. der Betroffenen ab, die der Minitrac zieht. Schwierigkeiten sollen ihm jedoch Sand und tiefer Schotter bereiten. Über sein Verhalten im Schnee gibt es (je nach Untergrund) unter Nutzern unterschiedliche Meinungen. Indem er den Lenker zu sich bewegt, hebt Werner die Lenkrollen des Minitrac an (siehe Bilder oben und rechts) und kann somit auch größere Hindernisse leichter überwinden. So kann er – bei Bedarf – auch einmal einen Bordstein hoch- und runterfahren. Handbremse und Beleuchtung gehören zur Grundausstattung dazu. Klappt man den Lenker ein, so ist der Minitrac auch kompakt im PKW transportierbar. Muss auch noch der Rollstuhl mit in den Kofferraum, kann es jedoch schnell zu eng werden. So wie auch bei der Fahrt mit Rollstuhl und Minitrac in einem Fahrstuhl.

Was gilt es bei der Nutzung zu beachten? Einige Nutzer bemängeln eine fehlende Lenkbegrenzung. Dadurch könnte es in unwegsamem Gelände und bei starkem Gefälle zu Problemen kommen, wenn der Fahrer nicht mehr genügend Kraft hat, um den Minitrac auf Kurs zu halten. Dann könnte es passieren, dass der Minitrac zu einer Seite hin gezogen wird und sich quer zur Fahrtrichtung stellt. Der mit ihm verbundene Rollstuhl trifft dann auf das schräg gestellte Zuggerät und blockiert alles. Dies gilt es zu vermeiden.

Alles in allem bietet der Minitrac nach Auskunft vieler Nutzer jedoch eine praktische Lösung zur individuellen Mobilität, die den Betroffenen hilft, ihren ganz persönlichen Aktionsradius signifikant zu erweitern. Das konnten Werner und Rosi Guttenberger nur bestätigen, koppelten ihre Rollstühle zusammen und besuchten mit ihrem Minitrac im Konvoi das Schlögener Donau-Uferfest und das Feuerwerk der „Donauschlinge in Flammen“.




Weitere Informationen

Internetseite von 
Swiss-Trac

Mobil mit Speedy, Swiss-Trac und Co.
Informationen der Manfred-Sauer-Stiftung
zu Rollstuhl-Zuggeräten

Das Rollstuhlzuggerät Minitrac
in „paraplegiker“ (S. 28/29) 

Individuelle Testberichte
von Sandro Schramm
zu Rollstuhlzuggeräten

Test 1 - „Minitrac

Test 2 - „Swisstrac

Individuelle Nutzererfahrungen 
zum Minitrac von Steffen Löw


Eingestellt von: T. Heckmann
Quellen: Informationen der RehaCare/Düsseldorfer Messegesellschaft und eigene Recherchen
Letzte Aktualisierung: 05. August 2018

Kommentare

Es sind noch keine Kommentare vorhanden.