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Unterstützung für die Pflege zu Hause

Ambulante Pflege

Die Unterstützungsleistungen für pflegebedürftige Contergangeschädigte und ihre Angehörigen in der häuslichen Pflege sind

  • im Elften Sozialgesetzbuch (SGB XI),
  • dem Gesetz über die Pflegezeit – Pflegezeitgesetz (PflegeZG) und
  • dem Familienpflegezeitgesetz (FPfZG)

geregelt. Bei der häuslichen Pflege, die zukünftig auch für immer mehr contergangeschädigte Menschen aufgrund der im Alter zunehmenden Folgeschäden wichtig wird, werden Pflegebedürftige entweder durch nahe Angehörige, durch ambulante Pflegedienste oder anerkannte Einzelpflegekräfte zu Hause gepflegt bzw. unterstützt. Dabei ist der Kreis der nahen Angehörigen erweitert worden. Nun gehören dazu 

  • Großeltern, Eltern und Schwiegereltern,
  • Ehegatten, Lebenspartner und Partner einer eheähnlichen Gemeinschaft,
  • Geschwister,
  • Eigene Kinder, Adoptiv- und Pflegekinder,
  • Kinder, Adoptiv- und Pflegekinder des Ehegatten oder Lebenspartners sowie
  • Schwiegerkinder und Enkelkinder.
  • Stiefeltern,
  • Schwägerinnen und Schwager sowie
  • lebenspartnerschaftsähnliche Gemeinschaften.

Neben der Pflege contergangeschädigter Menschen in der eigenen Wohnung oder dem eigenen Haus zählen grundsätzlich auch die Versorgung in Pflege-Wohngemeinschaften oder Wohngruppen unter die häusliche Pflege. Die möglichen Unterstützungsleistungen für contergangeschädigte Pflegebedürftige im Rahmen der häuslichen Pflege sowie deren jeweilige Finanzierung und Ausgestaltung hängen dabei maßgeblich von der Art und dem Umfang der gewählten Pflege ab.

Die Gewährung der verschiedenen Unterstützungsleistungen erfolgt auch für contergangeschädigte Menschen immer auf Antrag bei ihrer Pflegekasse. Die Höhe der Leistungen hängt - sofern keine Pauschalen gezahlt werden (z. B. bei Pflegehilfsmitteln) - vom Pflegegrad ab. Dieser wird vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) oder dem Prüfdienst der Privaten Krankenversicherung (PKV) im Rahmen der einzelfallbezogenen Begutachtung ermittelt und dem contergangeschädigten Menschen dann von der Pflegekasse zuerkannt.

Diese Begutachtung erfolgt für contergangeschädigte Menschen unabhängig von der bereits erfolgten Begutachtung durch die Medizinische Kommission der Conterganstiftung. Die Begutachtung durch die Medizinische Kommission der Conterganstiftung erfolgte unter anderen Gesichtspunkten als die Begutachtung durch den MDK oder den PDK. Die Bepunktung der Conterganschäden durch die Medizinische Kommission der Conterganstiftung hat deswegen auch keinen Einfluss auf die Einstufung eines contergangeschädigten Pflegebedürftigen.

Weitere Informationen

Alles, was Sie zur Pflege und zum neuen Pflegestärkungsgesetz wissen müssen
Ratgeber zur Pflege des Bundesministeriums für Gesundheit - PDF, 3.4 MB

Die Pflegestärkungsgesetze – Das Wichtigste im Überblick
Informationen des Bundesgesundheitsministeriums - PDF, 2.5 MB

Pflegende Angehörige – Angebote, Leistungen, soziale Absicherung
Informationen des Bundesministeriums für Gesundheit

Servicebereich Familienpflegezeit
beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

 


Eingestellt von: T. Heckmann
Erstellt am 30.11.2017. Letzte Aktualisierung: 25. Juli 2019
Quellen: Bundesregierung, BMG

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