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Podologische Therapie

30.11.2017

Wozu dient die polologische Therapie?

Unter dem Begriff Podologie versteht man die nicht-ärztliche Heilkunde am Fuß. Es summieren sich bei podologischer (fußpflegerischer) Behandlung viele Maßnahmen. Sie dienen Erhalt, Verbesserung und Wiederherstellung der physiologischen Funktion von Fußhaut und Zehnägeln.

Für Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung wird medizinische Fußpflege entsprechend des Heilmittelkatalogs gewährt. Verordnungsfähig ist die podologische Therapie für Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), um sekundäre Fußschäden dieser Grunderkrankung (diabetisches Fußsyndrom) zu vermeiden oder zu behandeln.

Zu den podologischen Maßnahmen im Sinne der Heilmittel-Richtlinie (HeilM-RL) zählen:

  • Hornhautabtragung,
  • Nagelbearbeitung,
  • podologische Komplexbehandlung (gleichzeitige Hornhautabtragung & Nagelbearbeitung) sowie
  • Behandlung von geschlossenen Fehlbeschwielungen an einem anderen Teil des Fußes bei bereits vorliegenden Hautdefekten.

Zur Finanzierung von Leistungen der Podologie können contergangeschädigte Menschen unabhängig davon auch die Mittel der jährlichen Pauschale zur Finanzierung spezifischer Bedarfe nutzen.

Weitere Informationen

Liste geprüfter Podologen
Deutscher Podologen Verband e.V.

Podologen-Suche
Deutscher Verband für Podologie e.V.

Abgrenzung Podologie und Fußpflege
Informationen des DPV e.V.

Quelle: HeilM-RL des GBA


Eingestellt von: T. Heckmann

Kommentare

  • elefantin sagt:
    Es wäre sehr hilfreich, wenn man auch erfahren würde, wo genau man das nachlesen kann, dass die podologische Therapie für Thalidomid-Geschädigte verordnungsfähig ist. Ich finde nämlich nichts dazu. Es geht immer nur um den "Diabetiker-Fuß"
  • TomHeckmann sagt:
    Guten Tag! Vielen Dank für Ihre Anmerkung. Der Abschnitt war missverständlich formuliert. Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung können Heilmittel im Sinne der Heilmittel-Verordnung bzw. des Heilmittelkataloges erhalten. Hier geht es, wie Sie richtig anmerken, um den Diabetiker-Fuß. Für weitergehende podologische Behandlungen können seit diesem Jahr die Mittel der jährlichen Pauschale zur Deckung spezifischer Bedarfe contergangeschädigter Menschen genutzt werden.