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Patientenfürsprecher

Was ist das?

Patientenfürsprecher sind in Krankenhäusern eine unabhängige Kommunikationsschnittstelle zwischen Patienten und Krankenhaus. Sie stehen den Patienten sowie ihren Angehörigen als unabhängige Ansprechpartner für ihre Belange und Wünsche, aber auch für Kritik zur Verfügung. Die ehrenamtlichen Patientenfürsprecher unterstützen Patientinnen und Patienten insbesondere bei Problemen und Beschwerden gegenüber dem Krankenhaus und vertreten deren Anliegen als Vermittler. Dabei versuchen sie zu klären, welche Schritte von wem unternommen werden können, um auftretende Probleme und Konflikte zu lösen. 

Patientenfürsprecher werden nur auf Wunsch der Patienten oder Angehörigen tätig und unterliegen der Schweigepflicht. Alle Informationen und Sachverhalte, die ihnen in ihrer Funktion als Patientenfürsprecher von Betroffenen anvertraut werden, müssen sie vertraulich behandeln. Sie informieren Patienten über ihre Rechte, dürfen aber keine medizinischen und pflegerischen Rechtsberatungen anbieten bzw. durchführen. Die Unterstützung durch Patientenfürsprecher ist für Patienten und Angehörige kostenlos.

Bisher gibt es für die Bestellung von Patientenfürsprechern sowie die Ausgestaltung ihrer inhaltlichen Arbeit keine bundesweit einheitlichen Regelungen. Ihr Einsatz wird auf Landesebene geregelt. Gemäß § 135a SGB V sind jedoch z. B. medizinische Versorgungszentren, zur GKV-Versorgung zugelassene Krankenhäuser sowie Erbringer von Rehabilitationsmaßnahmen verpflichtet, ein patientenorientiertes Beschwerdemanagement - z. B. unter Einbindung von Patientenfürsprechern – zu etablieren. Aktuell gibt es in Deutschland an 2.000 Krankenhäusern Patientenfürsprecher.

Weitere Informationen

Bundesverband Patientenfürsprecher
in Krankenhäusern e.V. (BPiK

BPiK-Leitlinie zur Umsetzung der
Patientenfürsprache in Kliniken und Krankenhäusern


Eingestellt von: T. Heckmann
Letzte Aktualisierung am 09. Dezember 2019.

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