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Hilfen bei eingeschränkter Sehfähigkeit

Unterstützungsangebote für Betroffene mit eingeschränkter Sehfähigkeit zur Teilhabe an Kommunikation und Information

Mit dem richtigen Werkzeug gelingt die Arbeit fast von selbst. Dies gilt übertragend auch für die Kommunikation. Die Unterstützung durch klassische Hilfsmittel (wie z. B. vergrößernde Sehhilfen oder sprechende bzw. taktile Uhren) sowie die Nutzung neuer Technologien (PC, Tablets und Smartphones) erleichtert so den Alltag contergangeschädigter Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung. Die Hilfsmittel unterstützen den einfacheren Zugang zu Wissen, Information, Bildung und auch Unterhaltung und ermöglichen den schnellen und unkomplizierten Kontakt und den Austausch z. B. mit Familie und Freunden. Im Folgenden möchten wir Ihnen deshalb einen kurzen Überblick über die wichtigsten Angebote und Hilfestellungen geben.

I. Sehhilfen mit Vergrößerungseffekt

a. Optisch vergrößernde Sehhilfen
b. Elektronische vergrößernde Sehhilfen (Bildschirmlesegeräte, Elektronische Lupen)

II. Telefonieren

a. Mobiltelefone
b. Festnetz-Telefone

III. Hören und Lesen

a. Audio-Abspielgeräte (DAISY-Player)
b. Lesegeräte (E-Book-Reader)

IV. Computer und Peripheriegeräte

a. Bildschirm
b. Punktschrift-Drucker
c. Braille-Zeilen
d. Vorlesesysteme
e. Tastaturen mit Großschrift

V. Software

a. Betriebssysteme
b. Browser
c. Screen-Reader
d. Vergrößerungs-Software
e. Sprachausgabe
f. Schrift- und Spracherkennung

VI. Apps für mobile Anwendungen

a. Beispiele
b. Ergänzende Informationen

Weitere Informationen

Hilfsmittel für sehbehinderte Menschen
des Deutschen Blinden- und Sehbehinderten-
verbandes e. V. (DBSV) - PDF-Datei , 2.2 MB

Informationen für Fahrgäste
Barrierefreier Zugang für blinde und
sehbehinderte Menschen des DBSV
PDF-Datei, 132 KB

Leitfaden zur Suche nach geeigneten Hilfsmitteln
des Projektes INCOBS Standardtechnologien

Aktuelle Tests von Geräten, Software und Hilfsmitteln auf
Tauglichkeit für blinde und sehbehinderte Nutzer
im Rahmen des Projektes INCOBS Standardtechnologien

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I a. Optisch vergrößernde Sehhilfen

Hierzu gehören die klassischen Lupen bzw. auch Lupenbrillen (bis zu 15-fache Vergrößerung). Die Lupen gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Dazu zählen u.a.

  • Standlupen oder Umhänge-Lupen (Arbeit im Haushalt und Handwerk)
  • Handlupen (Ablesen von Geräte-Displays oder Lesen von Zeitungen)
  • Leuchtlupen/Standleucht-Lupen (Zeitungen oder Bücher)
  • Aufsetz-Lupen oder 
  • Großbild-Lupen (sitzen vor TV-Bildschirm und vergrößern das Fernsehbild)

Weitere Informationen:

Augenärzte informieren:
Vergrößernde Sehhilfen
PDF-Datei, 131 KB

I.b. Elektronisch vergrößernde Sehhilfen

Elektronisch vergrößernde Sehhilfen werden genutzt, wenn die optischen Hilfsmittel nicht mehr ausreichen, um die Sehbeeinträchtigung auszugleichen.

I.b.i. Bildschirmlesegeräte

Bei den Bildschirmlesegeräten, die wir teilweise auch schon im CIP vorgestellt haben, wird ein Teil eines Buches oder einer Zeitung mit Hilfe einer Kamera aufgenommen und dann auf einem Monitor vergrößert dargestellt. Aufgrund der technischen Umsetzung können dabei sehr viel höhere Vergrößerungsstufen dargestellt werden, als bei den klassischen optischen Hilfen. Durch die bauartbedingte Größe der Bildschirmlesegeräte stehen diese jedoch meist stationär auf einem Tisch und lassen sich nur sehr begrenzt sinnvoll unterwegs nutzen. Hierfür gibt es mit den elektronischen Lupen Begleiter, die vor allem unterwegs eine große Hilfe sein können.

Weitere Informationen

Informationen zu Bildschirmlesegeräten
des Projektes INCOBS Standardtechnologien

Produktinformationen zu Bildschirmlesegeräten

... der Optik-Akademie/OptAk GmbH
... der BAUM Retec AG
... der Optelec GmbH
... der EV Optron GmbH

I.b.ii. Elektronische Lupen

Kleine Bildschirmlesegeräte werden als elektronische Lupen bezeichnet. Sie sind kleine Bildschirmlesegeräte mit Batterien oder Akkus (bis zu 5 Stunden) v. a. für den mobilen Einsatz. Technisch funktionieren sie wie ein Bildschirmlesegerät. Ihre Monitore reichen von 3 bis 10 Zoll. Kontrast, Farbdarstellung und Helligkeit verschiedener Modelle können variieren. Bei einigen Modellen können auch Texte in größerer Entfernung, z. B. hinter einer Glasscheibe dargestellt werden. Dies ist z. B. beim Einkaufsbummel oder auch im Museum hilfreich. 

Einige elektronische Lupen können auch an den PC-Monitor oder das TV-Gerät angeschlossen werden, um das wiedergegebene Bild weiter zu vergrößern. Weitere Ausstattungsmerkmale können interne Bildspeicher oder ein Karten-Slot für eine kleine Speicher-Karte sein. Damit können mehrere Fotos auch gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt wieder betrachtet werden.

Weitere Informationen

Informationen zu elektronischen Lupen
des Projektes INCOBS Standardtechnologien

Produktinformationen zu elektronischen Lupen

... der Optelec GmbH
... der Optik-Akademie/OptAk GmbH
... der EV Optron GmbH
... der HelpTech GmbH

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Ein Leben ohne Telefon ist heut nur noch sehr schwer vorstellbar. Deshalb gibt es auch für das Telefonieren im Festnetz oder die mobile Kommunikation verschiedene Lösungen für Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung.

a. Mobiltelefone für blinde und sehgeschädigte Menschen

Hier gibt es Mobilgeräte mit speziellen Tasten und einfachen Bedienfunktionen. Diese nutzen meistens einen mobilen Screen-Reader, welcher z. B. bei einer SMS die Informationen entweder als Sprachausgabe oder auch als Braille-Zeile ausgibt. Als klassische Merkmale von Mobilgeräten für Menschen mit Behinderung gelten:

  • Große, leichter zu erfassende und bedienende Tasten
  • Einfache Bedien-Funktionen
  • Bereitstellung von Notruftasten und Ortungsmöglichkeiten
  • Sprachausgabe und Sprachsteuerung der Displayinhalte für blinde Menschen
  • Integrierte Anschlussmöglichkeiten für Braille-Zeilen
  • Mögliche Installation von Zusatzsoftware für sehbehinderte Menschen 

Aufgrund der neuen technischen Möglichkeiten können blinde oder sehbehinderte Menschen allerdings auch ganz normale Mobilfunkgeräte nutzen. Dabei wird auf diese Geräte eine besondere Vergrößerungs- oder Sprachausgabesoftware (mit Anbindung von Braille-Zeilen z. B. über Bluetooth-Verbindung) installiert, welche handelsübliche Modelle nach Auskunft der Hersteller auch für Menschen mit Sehschädigung komplett bedienbar. Da parallel und nicht vom Mobilgeräte-Hersteller entwickelte Zusatzsoftware immer ein Kompatibilitätsrisiko beinhaltet sollten Betroffene das Funktionieren der Software mit dem Gerät durch den Händler prüfen und bestätigen lassen. Hierbei gilt es insbesondere die exakte Modell-Bezeichnung des Mobilgerätes und die Software-Version und deren Kompatibilität zu prüfen. Dies beinhaltet auch die Klärung der Frage, mit welchen Braille-Zeilen-Modellen die Software zusammenarbeitet

Neben diesen Basis-Funktionen zum alltäglichen Gebrauch des Mobilgerätes gibt es heute auch zusätzlichen Software-Angebote, die den Alltag erleichtern können. Dazu zählen z. B. Texterkennungs- und Barcodeleseprogramme als Einkaufshilfe, Farberkennungssoftware oder DAISY-Spieler.

Weitere Informationen

Informationen zu Smartphones 
des Projektes INCOBS Standardtechnologien

Informationen zu Handys 
des Projektes INCOBS Standardtechnologien

b. Festnetz-Telefone

Für die klassischen Festnetztelefone gibt es bisher keine speziell installierbaren Sprach- oder Großschriftprogramme, welche die Nutzung durch Betroffene erleichtern könnten. Angesichts der Verbreitung mobiler Kommunikation und deren Nutzung auch zuhause ist es darüber hinaus fraglich, ob diese jemals entwickelt wird. Der Trend geht aktuell dahin, nur Unterstützungsangebote für Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung nahezu komplett auf der Basis von mobiler Kommunikation zu entwickeln.

Als Unterstützung der Kommunikation von Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung im Bereich der klassischen Festnetztelefonie sind aktuell folgende Anpassungsoptionen verbreitet:

  • Große, leichter zu erfassende und bedienende Tasten
  • Großdisplay für verbesserte Lesbarkeit
  • Sprachsteuerung oder Bedienung mit Fernsteuerung
  • Teilweise Sprachausgabe (z. B. Anrufbeantworter-Informationen zu eingehenden Anrufe und Anruflisten)
  • Einfache Bedien-Funktionen
  • Tasten mit Blindenschrift
  • Notruftasten 

Weitere Informationen

Festnetztelefone und Anrufbeantworter
im REHADAT Hilfsmittel-Verzeichnis

Produktinformationen zu Telefonen
für blinde und sehgeschädigte Menschen
beim Deutschen Hilfsmittelversand

Audio-Abspielgeräte (DAISY-Player)

Die Abkürzung DAISY steht für „Digital Accessible Information System“. Das ist der Name eines weltweiten Standards für digital zugängliche, navigierbare Multimedia-Dateien. DAISY wurde speziell für blinde und stark sehbeeinträchtigte Menschen entwickelt. Damit können Audio- und Textformate platzsparend wiedergegeben werden. Auf eine DAISY-CD passen rund 60 Stunden Audio-Inhalte. 

Die Informationen sind dabei als Sprachdatei (MP3) oder im Braille-Format abgelegt. Dateien im MP3-Format können dabei auch mit einem handelsüblichen CD-Player angehört werden. Die Nutzung der Navigationsmöglichkeiten ist dagegen nur mit einem speziellen DAISY-Player möglich. Um Informationen im Braille-Format nutzen zu können sind darüber hinaus spezielle Computerprogramme zum Auslesen von DAISY-Dateien notwendig. Mit ihnen können vorhandene Sprachdateien abgespielt und darüber hinaus auch die Textdateien auf der Braille-Zeile per Screen-Reader wiedergegeben werden.

Das DAISY-Format ist mittlerweile auch der Standard bei den Angeboten der Hörbüchereien für Blinde und Sehgeschädigte sowie bei blindenspezifischen Hör-Zeitschriften, die per Download-Link als DAISY-Datei verfügbar sind. 

Weitere Informationen

Hörbücherei vor Ort der
Deutschen Blinden-Hörbücherei (DBH)

Informationen zu DAISY-Playern
des Projektes INCOBS Standardtechnologien

Produktinformation zu Daisy-Playern 

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Contergan-Infoportal CIP

Lesegeräte (E-Book-Reader)

Neben den speziellen DAISY-CDs können Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung auch auf normale digitale Bücher zurückgreifen. Deren Lesegeräte haben sich in den letzten Jahren so rasant entwickelt, dass viele nützliche Funktionen sehbehinderten Menschen die Nutzung ermöglichen und den Spaß am Lesen erhöhen, da die Titelvielfalt für diese Geräte ungleich größer ist als für die speziellen DAISY-Angebote.

Digitale Bücher - oft auch E-Books genannt - sind digitale Versionen der klassischen Bücher. Sie können mit Hilfe spezieller Programme an normalen Computern oder vor allem auch mobilen Endgeräten wie Tablet-PCs und Smartphones genutzt werden. Daneben gibt es spezielle, leichte und einfach zu bedienende E-Book-Readern mit einer großen Speicherkapazität, die im Urlaub das Mitführen einer kleinen Bibliothek ersetzt. Darüber hinaus bieten einige von ihnen verschiedene Funktionen, die sie insbesondere für Menschen mit Behinderung zu einer sinnvollen Alternative machen:

  • Schriftvergrößerung/Zoom: Verbesserung der Lesbarkeit
  • Seitenformat: Querformat (Drehen des Readers) kann Lesen erleichtern.
  • Sprachausgabe: Einige der E-Book-Reader bieten eine eingebaute Sprachausgabe. Damit kann man sich auch ein komplettes E-Book auch vorlesen lassen.
  • Kontrast: Es sollten 16 Graustufen vorhanden sein. Hintergrund im Normalfall so hell wie möglich und mit kräftiger, schwarzer Schrift.
  • Beleuchtung: Optimal = blendfreie E-Ink-Displays mit stufenlos einstellbarer Displayhelligkeit
  • Auflösung: Bei Displaygrößen zwischen 6 und 7 Zoll sind 1024 x 158 Pixel oder 1440 x1080 Pixel empfehlenswert. Je höher die Auflösung bei einer gegebenen Displaygröße, desto schärfer die Schrift.

Weitere Informationen

Informationen zu E-Book-Readern
des Projektes INCOBS Standardtechnologien

E-Book-Reader-Apps für iOS, Android und
Windows 8 im Test 

Tabellarischer Überblick zum
INCOBS E-Book-Reader-Test

Bildschirme

Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung benötigen größere Monitore (z. B. 20 bis 30 Bildschirme) die mithilfe der internen Einstellmöglichkeiten (z. B. Helligkeit, Kontrast) auf die individuellen Bedürfnisse angepasst werden können. Bei den modernen Großbild-Monitoren ist darüber hinaus auf die jeweilige Reflexion durch „verspiegelte“ Oberflächen zu achten (Glare-Type-Displays), da diese die Sichtbarkeit und Lesbarkeit negativ beeinflussen kann.

Weitere Informationen

Informationen zu Bildschirmen 
des Projektes INCOBS Standardtechnologien

Punktschriftdrucker

Ein Punktschriftdrucker oder auch Braille-Drucker stanzt die Braille-Schrift auf ein spezielles Papier, das dicker und robuster als herkömmliches Druckpapier ist. Nur so können die Texte haptisch fühlbar und damit auch (langfristig) lesbar gemacht werden. Textdateien müssen für den Ausdruck in Blindenschriftausdruck speziell aufbereitet werden. Besondere Programme wandeln die Texte in den Brailleschrift-Zeichensatz um. Ein immer wieder zu beachtendes Thema ist die Kompatibilität der Software mit dem aktuellen Betriebssystem bzw. dessen Updates. Punktschriftdrucker gibt es in verschiedenen Preis- und Druckqualitäten. Im privaten Bereich reicht meist ein kleinerer und handlicher Drucker mit Einzelblattzufuhr. Für den Druck sollte man darüber hinaus - aufgrund der Konvertierung - immer etwas mehr Zeit einplanen als bei „normalen“ Druckern.

Weitere Informationen

Informationen zu Braille-Druckern
des Projektes INCOBS Standardtechnologien

Punktschriftdrucker und Braille-Konverter
Kleine Linksammlung des Paritätischen
Wohlfahrtsverbandes in Hessen

Produktinformationen zu Braille-Druckern

... von der ipd GmbH 
... des Blinden Hilfsmittel Vertriebes in Dresden

Braille-Zeilen

Braille-Zeilen sind reine Lesegeräte. Sie werden in vielen Fällen am PC als Kombination mit Screenreader und Sprachausgabe genutzt. Dabei zeigen sie den lesbaren Bildschirminhalt in Braille-Schrift an. Auch Braille-Zeilen gibt es in unterschiedlichen Größen, die von 12 bis 80 Stellen reichen.

Weitere Informationen

Anregungen zur Wahl der richtigen Braille-Zeile
Ein Kurzreferat auf der Fachtagung der AG Braille
im Verband für Blinden und
Sehbehindertenpädagogik e. V.

Informationen zu Braille-Zeilen
des Projektes INCOBS Standardtechnologien

Produktinformationen zu Braille-Zeilen

... der accesstech.ch
… bei zoomtext.de
… bei der Help Tech GmbH

Vorlesesysteme

Eingescannte Texte (z. B. über ein stationäres Lesegerät) werden über einen Scanner mit eingebauter Schrifterkennung erfasst und mit Hilfe einer speziellen Software in einer datei abgelegt. Diese Datei wird dem Nutzer dann über die Sprachausgabe vorgelesen. Natürlich können die Texte - bei entsprechender technischer Ausstattung - auch mit Braille-Zeile gelesen oder in Punktschrift ausgedruckt werden (s. o.). Neben einfachen Softwarelösungen, die zusammen mit weiteren Peripheriegeräten genutzt werden kann, gibt es auch geschlossene Systeme, bei denen alle notwendigen technischen Voraussetzungen integriert sind.

Weitere Informationen

Informationen zu Vorlesesystemen
des Projektes INCOBS Standardtechnologien

Produktinformationen zu Vorlesegeräten 

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im Contergan-Infoportal CIP

Tastaturen mit Großschrift

Für die Nutzung am PC gibt es verschiedene Tastaturen mit Großschrift und/oder auch kontrastreicher Farbenkombination um die Nutzung durch menschen mit Sehbeeinträchtigung zu erleichtern. Einige davon hatten wir bereits im CIP vorgestellt.

Weitere Informationen

Informationen zu Großschrift-Tastaturen
des Projektes INCOBS Standardtechnologien

Produktinformationen zu Großschrift-Tastaturen 

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Zu den Computertechnik-Informationen im
Contergan-Infoportal CIP

Betriebssysteme

Jeder Computer, Tablet-PC und jedes Smartphone besitzt heute ein eigenes Betriebssystem (z. B. Apple iOS, Windows etc.), welches die grundlegenden Funktionen der jeweiligen Geräte steuert und ohne die eine Nutzung nicht möglich ist. Im Rahmen dieser Betriebssysteme gibt es häufig bereits standardmäßige Einstellungsoptionen, mit denen die Nutzbarkeit der Geräte für Menschen mit Sehbehinderungen verbessert werden kann. Die Unterstützung der Anpassungen für blinde und sehbehinderte Menschen ist jedoch je nach Betriebssystemen unterschiedlich. Das Projekt "INCOBS Standardtechnologien – Modellvorhaben zur Nutzbarkeit von Standardtechnologien am Arbeitsplatz", welches vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) aus den Mitteln der Ausgleichsabgabe über vier Jahre finanziert wird, hat hierzu einmal eine Übersicht zusammengestellt.

Weitere Informationen

Informationen zu Betriebssystemen
des Projektes INCOBS Standardtechnologien

Browser

Browser oder manchmal auch Web-Browser (z. B. Internet Explorer, Safari) sind Programme, mit denen wir uns z. B. Internetseiten ansehen, im Web Informationen recherchieren und Musik- oder Informationsdateien herunterladen können. Dabei sind Browser die zentrale Schnittstelle zwischen unserem Computer, Smartphone oder Tablet-PC und dem Internet. Dabei sind nicht alle Browser gleich gut auf die Bedürfnisse von blinden und sehbehinderten Nutzer eingestellt (z. B. Übergabe der Inhalte an Screen-Reader). Hier muss die Zugänglichkeit bzw. Barrierefreiheit jeweils individuell geprüft und im Bedarfsfall der Browser gewechselt werden.

Weitere Informationen

Informationen zur Zugänglichkeit von Browsern
des Projektes INCOBS Standardtechnologien

Screen-Reader

Ein Screen-Reader ist eine Software, die Bildschirminformationen (z. B. Texte, Grafiken oder Bildschirmaufbau) analysiert, transformiert und dann über verschiedene Ausgabemedien (z. B. Braille-Zeilen oder Sprachausgabe) den Betroffenen nutzbar macht. Leider lässt sich auch heute noch nicht jedes Programm mit einem solchen Screen-Reader nutzen. Hier gilt es vorab die Kompatibilität mit dem Händler oder Software-Anbieter zu prüfen.

Weitere Informationen

Informationen zu Screen-Readern
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Produkt-Beispiele für Screen-Reader:

COBRA 
JAWS (Job access with speech)  
NonVisual Desktop Access (NVDA, nur in Englisch) 
Thunder (nur in Englisch) 
SuperNova (nur in Englisch)
VoiceOver - im Betriebssystem integrierter Screen-Reader für Mac OS X und iOS 

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Vergrößerungssoftware

Bildschirmvergrößerungs-Programme stellen die Inhalte des Bildschirms (z. B. Texte, Tabellen, E-Mails) vergrößert dar, um Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung einen einfachen und schnellen Zugriff auf die Informationen zu ermöglichen. Sie sind teilweise kombiniert mit einer zusätzlichen Sprachausgabe-Funktion.

Informationen zu Vergrößerungs-Software
des Projektes INCOBS Standardtechnologien

Sprachausgabe

Software zur Sprachausgabe übersetzen digitale Texte in Sprache. Dabei lesen sie den Betroffenen z. B. die auf einer Internetseite zur Verfügung gestellten Informationen vor. Sprachausgabe-Funktionen sind integraler Bestandteil von Screen-Readern oder kompletten Vorlese-Systemen. In der letzten Zeit haben insbesondere Sprachausgabe-Angebote für die mobile Kommunikation an Bedeutung gewonnen. Sie wandeln dabei z. B. den Text auf dem Display eines Mobiltelefons in Sprache um. Oft lassen sich dabei z. B. die Tonhöhe, die Lautstärke oder auch die Geschwindigkeit der Sprachausgabe individuell festlegen. Die Sprachausgabe unterstützt Menschen mit Sehbeeinträchtigungen. Bei einem kompletten Verlust der Sehfähigkeit ist jedoch die parallele Nutzung eines Screen-Readers notwendig, um am PC arbeiten zu können. 

Schrift- und Spracherkennung

Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung können angepasste Schrifterkennungsprogramme (als Teil der Scanner-Software oder Zusatz-Software) nutzen, um Texte zu digitalisieren. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass Sprachausgabe-Programme diese Texte den betroffenen dann vorlesen können.

Im Gegensatz dazu können spezialisierte Spracherkennungsprogramme Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung helfen, Texte am PC durch Diktat und ohne zusätzliche Eingabegeräte (wie z. B. eine Tastatur) zu erstellen oder auch den PC direkt zu steuern Geräte zu steuern.

Weitere Informationen

Informationen zu Spracherkennungs-Software
des Projektes INCOBS Standardtechnologien

Informationen zur Text- und Objekterkennung
des Projektes INCOBS Standardtechnologien

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Die Zahl der Anwendungen - oder auch Apps - für mobile Endgeräte nimmt immer mehr zu. Dabei werden insbesondere auch kleine Helfer entwickelt, die Menschen mit einer Sehbehinderung den Alltag erleichtern. Hierzu zählen z. B.:

  • Mobile Texterkennung mit Hilfe der eingebauten Kamera und einer Schrifterkennungs-Software (OCR). Dies hilft z. B. bei Fahrplänen oder im Restaurant bei der Speisekarte.Die Ausgabe erfolgt über Sprachausgabe oder verbundener Braille-Zeile (via Bluetooth-Verbindung).
  • Diktier-Funktion/Dictaphone zur Eingabe von Texten, z. B. einer SMS
  • Barcode-Leser als Einkaufshilfe für die Produkterkennung.
  • Farb- und Lichterkennung, z. B. für die Farben der Kleidung.
  • Software zur Banknotenerkennung 
  • Elektronische Lupen mit Schieberegler zur Zoom-Funktion auf dem Smartphone

Weitere Informationen

Informationen zu Apps
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Autor: T. Heckmann

Quellen: Deutscher Blinden und Sehbehindertenverband e.V., Hilfsmittelgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs, Rehadat-Hilfsmittel-Datenbank, Informationen der Hersteller und eigene Recherchen

Letzte Aktualisierung: 03. September 2017

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