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Förderung Umbau durch primären Kostenträger

30.11.2017

Unterstützung durch die Pflegekasse

In der Vergangenheit hatten die  Pflegekassen pro Maßnahme einen maximalen Zuschuss in Höhe von 2.557 Euro gewährt. Dabei musste von den Betroffenen ein Eigenanteil in Höhe von zehn Prozent der Kosten der Wohnungsanpassungs-Maßnahme selbst getragen werden. Hier gibt es seit einigen Monaten eine signifikante Verbesserung. Im Oktober 2014 hat der Deutsche Bundestag das erste Pflegestärkungsgesetz beschlossen, welches umfangreiche Leistungsverbesserungen (z. B. 1,4 Mrd. Euro für die ambulante Pflege) zum 1. Januar 2015 vorsah. Im Rahmen des Gesetzes wurde auch der Zuschuss zu Umbaumaßnahmen in einer Wohnung (z. B. Einbau eines barrierefreien Badezimmers) von bisher 2.557 Euro auf bis zu 4.000 Euro pro Maßnahme angehoben. Wenn in einer Wohnung mehrere Anspruchsberechtigte zusammen leben, kann sich dieser Betrag sogar auf bis zu 16.000 Euro erhöhen.  Ein Eigenanteil ist nicht mehr zu tragen. Auch wichtig: Wird der genehmigte Betrag nicht komplett für die geplante Umbaumaßnahmen verbraucht, so verfällt er nicht automatisch. Er kann auch noch für andere Anpassungen genutzt werden. Hierzu sollten sich die Betroffenen aber im Vorfeld mit der Pflegekasse abstimmen.

 

Entsprechend § 40 (4) des SGB XI können Pflegekassen „subsidiär finanzielle Zuschüsse für Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes des Pflegebedürftigen gewähren, beispielsweise für technische Hilfen im Haushalt, wenn dadurch im Einzelfall die häusliche Pflege ermöglicht oder erheblich erleichtert oder eine möglichst selbständige Lebensführung des Pflegebedürftigen wiederhergestellt wird.“ 

Subsidiär bedeutet, dass die Pflegekasse nur dann für Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfelds aufkommt, wenn kein anderer Träger vorrangig zuständig ist. Ein Beispiel: Ein contergangeschädigter Mensch tritt eine neue Arbeitsstelle an. Hierfür waren ein Ortswechsel und der Umzug in eine neue Wohnung notwendig. Notwendig werdende Anpassungen in der neuen Wohnung würde dann von der Pflegekasse geprüft, ob nicht eine vorrangige Zuständigkeit der beruflichen Rehabilitation bestehen.

Weitere Informationen

Leistungsvoraussetzungen
Positiv-/Negativ-Liste
Zuschuss-Höhe
Antragsprozess


Eingestellt von: T. Heckmann

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