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Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit

Contergangeschädigter liest ein Dokument.

Nach § 84 Abs. 1 SGB IX  ist der Arbeitgeber verpflichtet, „bei(m) Eintreten von personen-, verhaltens- oder betriebsbedingten Schwierigkeiten im Arbeits- oder sonstigen Beschäftigungsverhältnis (schwerbehinderter Menschen), die zur Gefährdung dieses Verhältnisses führen können, möglichst frühzeitig ... alle Möglichkeiten und alle zur Verfügung stehenden Hilfen zur Beratung und mögliche finanzielle Leistungen zu erörtern, mit denen ... das Arbeits- oder sonstige Beschäftigungsverhältnis möglichst dauerhaft fortgesetzt werden kann.“1

Wenn diese Schwierigkeiten nicht innerhalb des Unternehmens beseitigt werden können, ist das zuständige Integrationsamt zu beteiligen. Es kann sowohl dem Arbeitgeber als auch dem contergangeschädigten Menschen unterstützende Leistungen und Hilfen nach § 102 SGB IX anbieten. 

Zu möglichen Maßnahmen, mit denen dabei die Beschäftigungsfähigkeit contergangeschädigter Frauen und Männer möglichst lange erhalten werden kann, zählen z. B.

  • die deutliche Ausweitung personaler Assistenzangebote,
  • die Implementierung technischer Assistenzsysteme,
  • betriebliche Präventions- und Rehabilitationsangebote,
  • eine behindertengerechte, individuelle Gestaltung von Arbeitszeit und Arbeitsorganisation (z. B. Teilzeitarbeitsplätze).2

Angesichts der zunehmenden Folge- und Spätschäden machen sich viele noch berufstätige contergangeschädigte Menschen Gedanken, wie lange und in welcher  Form sie zukünftig noch erwerbstätig sein können. Dabei stehen bei der Fortsetzung der Berufstätigkeit für viele Betroffene insbesondere auch die damit verbundenen sozialen Kontakte und die vermehrten Teilhabe-Möglichkeiten (z. B. Finanzierung der Auto-mobilität) im Mittelpunkt der Überlegungen.

Weitere Informationen

ABC Behinderung und Beruf
Handbuch der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen

Handreichungen  für die  Beratungstätigkeit der Schwerbehindertenvertretung 
sowie zur Information für  schwerbehinderte Lehrkräfte. Arbeitsgemeinschaft der Schwerbehindertenvertretungen schwerbehinderter Lehrkräfte an Berufskollegs im Land NRW 

Betriebliches Eingliederungsmanagement
Handlungsleitfaden der Deutschen Rentenversicherung Bund

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