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Anpassung und Umbau

19.11.2017

Wo kann man Autos anpassen lassen?

Spezialisierte Unternehmen haben sich darauf eingestellt, für die unterschiedlichsten körperlichen Schädigungen passende Umbaulösungen für Autos / Kfz anzubieten. Die Palette der Hilfsmittel reicht beim PKW-Umbau dabei von Pedalabdeckungen, Sitzanpassungen, Handbedienungen für Gas und Bremse, verlegten Pedalen, Lenkraddrehknopf, Rollstuhlschwenksitz bis zum Joystick – lenken, bremsen und Gas geben mit einer Hand und wenig Kraftaufwand. Elektronische Funktionen wie Blinken und Hupen via Sprachsteuerung sind mittlerweile ebenso Alltag. Viele Autohersteller haben die Fahrhilfen ab Werk oder in Kooperation mit Umrüstfirmen im Angebot. Allerdings bleiben die Umbauten eine Maßanfertigung. Bestehende Lösungen müssen deshalb immer wieder an die individuelle Schädigung angepasst werden.  Konkrete Adressen von Spezialfirmen für geplante PKW-Umbauten gibt es bei:

vfmp.de

Der Verband der Fahrzeugumrüster für mobilitätseingeschränkte Personen in Deutschland e.V. besteht seit 2004. Er hat derzeit 27 Mitglieder. Das sind Kfz-Umrüstunternehmen sowie Hersteller von Umrüstsystemen für Menschen mit Behinderung.

autoanpassung.de

Das Informationsportal für Menschen mit Behinderung, die Auto fahren, bietet eine bundesweite Übersicht mit 78 Umrüstbetrieben, die zusätzlich nach gewünschter Auto / Kfz-Anpassung und Region durchsucht werden kann.

ADAC

Der ADAC hat eine Übersicht über spezialisierte Anbieter und deren Liefer-Schwerpunkte im Bereich Fahrzeugumrüstungen zusammengestellt.

Angepasste Autos müssen neu zugelassen werden

Nach der individuellen Anpassung des Autos bzw. Kfz müssen Prüforganisationen wie der TÜV oder die Dekra die PKW-Umbauten noch technisch abnehmen, um den Fortbestand der Betriebserlaubnis des Fahrzeugs nach dem Umbau sicher zu stellen. Wichtig ist auch die Rücksprache mit der Versicherung um den entsprechenden Versicherungsschutz nach den erfolgten PKW-Umbauten zu gewährleisten.

Welche Anpassungsmöglichkeiten gibt es?

Blick in ein umgebautes Auto.

Die möglichen technischen Anpassungen für Autos sind heute so vielseitig wir die individuellen Schädigungen, die sie kompensieren sollen sowie die Bedürfnisse nach Bedienkomfort der Betroffenen. Aus technischer Sicht können die Umrüst-Firmen heute ein Fahrzeug so modifizieren, dass ein Rollstuhlfahrer nur durch den Einsatz von zwei Fingern selbständig in das Auto gelangt und dieses danach sicher fährt. Die dafür notwendigen individuellen PKW-Umbauten würden dabei aber über 100.000 Euro kosten, wie Achim Walter Neunzling vom Vorstand des Bundes behinderter Auto-Besitzer (BbAB) erläutert.1

Für viele contergangeschädigte Menschen sind das selbständige Fahren mit einem Auto und die dafür notwendigen PKW-Umbauten aber schon für viel weniger Geld zu haben. Darüber hinaus ist oft auch nicht alles was machbar wäre für ein sicheres und selbständiges Führen des Autos notwendig.

Zu den möglichen und notwendigen Umbauten eines Autos zählen dabei vor allem

  • Unterstützung beim Ein- und Ausstieg in das Auto,
  • Verladevorrichtungen für Rollstühle,
  • Bedienung von Bremse und Gas,
  • Hilfen für die Lenkung des Autos,
  • Unterstützung bei der Bedienung der Pedale,
  • Bedienung der Elektrik und
  • Spezialsitze.

Hierbei hat sich technisch in den letzten Jahren viel getan. So ist z. B. die Bedienung der Sekundärfunktionen des Autos (z. B. Blinker, Fernlicht oder Hupe) auch schon mit Hilfe einer Sprachsteuerung möglich.

In den nächsten Monaten werden hier die verschiedenen Angebote zum PKW-Umbau verschiedener Hersteller und ihre Vor- und Nachteile vorgestellt und aktuelle Neuheiten im Bereich Fahrzeuganpassung präsentiert.

Weitere Informationen

Fahrzeug-Anpassungen für Menschen mit Behinderung - PDF
Eine Informationsbroschüre von SW-Rehamobil


Quelle: [1] VdK: Behindertengerechte Autos gibt es nicht „von der Stange“. Interview mit Achim Walter Neunzig auf www.vdk.de 
Eingestellt von: T. Heckmann

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