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30.11.2017

Neuheiten 2016 und 2017

Hier finden Sie Informationen zu neuen Hilfsmitteln und Dienstleistungsangeboten für contergangeschädigte Menschen von den folgenden Messen:

Internationale Funkausstellung 2017
HandiCap-Messe in Bergheim 2017
REHAB 2017
Pflegemesse Cottbus 2017
Damper Handicap Tage 2017
IRMA 2017
intersana 2016
Miteinander Leben 2016


IFA - Internationale Funkausstellung 2017


Digitalisierung - Neues von der ifa

Vom 1. bis 6. September 2017 fand auf dem Berliner Messegelände wieder die ifa, die Internationale Funkausstellung, statt. CIP war dabei und hat sich umgesehen, welche aktuellen Entwicklungen und Produkte für contergangeschädigte Menschen von Interesse sein könnten.

Symposium des DBSV e.V.

Barrierefrei bedienbare elektronische Geräte sind aktuell kaum verfügbar. Seit September wird deshalb im Europäischen Parlament der Entwurf einer Richtlinie zur Barrierefreiheit von Waren und Dienstleistungen ("European Accessibility Act") beraten. Neben dem überschaubaren Angebot solcher Geräte durch die Hersteller, hat der Deutsche Blinden und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) ein zusätzliches Problemfeld bei den Handelsunternehmen erkannt. Mitarbeiter, z.B. in großen Elektromärkten, kennen weder den Bedarf ihrer behinderten Kunden noch die besonderen Eigenschaften einzelner Geräte, um diesen Bedarf zu decken.

Deshalb veranstaltete der DBSV zusammen mit hörfilm.info auf der Internationalen Funkausstellung eine Fachveranstaltung zum Thema "Wege barrierefreier Elektrogeräte vom Hersteller über den Handel zum Kunden". An der Fachveranstaltung, die von Dietmar Ringel vom rbb moderiert wurde, nahmen u.a. Vertreter der Betroffenen (Andreas Bethke und Oliver Nadig vom DBSV), der Hersteller (z.B. Michael Endt von Miele), des Handels (z.B.  Dr. Ulrike Regele vom Industrie- und Handelskammertag) und der Politik (Dirk Wiese, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundeswirtschaftsministerin) teil.

 

 

In der Diskussion wiesen insbesondere die Betroffenenvertreter darauf hin, dass blinde und sehbehinderte Menschen bei der Entwicklung von Haushalts- und Unterhaltungselektronik, insbesondere im Hinblick auf die Bedienbarkeit, immer wieder übersehen würden. Moderne Technologien böten hier neue Ansatzpunkte, um Barrierefreiheit zu forcieren, z.B. über die Sprachsteuerung. Aktuell gäbe es aber z.B. nur 2 Hersteller, die diese Sprachsteuerung in ihren Fernseher anbieten würden (Panasonic und Samsung). Bei allen anderen Geräten müssten sich Menschen mit Behinderungen mit der Fernbedienung und sich in unregelmäßigen Abständen teilweise auch noch verschiebenden Bedienungs-Menüs quälen. Jedoch auch die bisher angebotene Sprachsteuerung bei Fernsehern hat noch ihre Grenzen. Sie würde aktuell nur aussprechen, was man auf dem Bildschirm sieht. Zusätzliche Informationen wären noch Mangelware. 

Bei zahlreichen Fernsehgeräten besteht darüber hinaus die Möglichkeit, eine spezielle "Autodeskriptions"-Funktion zu aktivieren. Dann werden - bei entsprechend ausgestatteten Filmen - auf einer zusätzlichen Tonspur Handlung und Orte des Geschehens sowie Gestik und Mimik der Schauspieler geschildert. Die Funktion findet man unter "Autodeskription" oder "Audio für Sehgeschädigte". Bei neueren Geräte ist sie im Einstellungsmenü auch unter dem Punkt "Barrierefreiheit" aufrufbar. In diesem Zusammenhang wies der Vertreter von hörfilm.info darauf hin, dass - in einem von der Aktion Mensch geförderten Projekt - eine Liste mit Fernsehfachhändlern zusammengestellt wurde, bei denen sich sehbehinderte und blinde Menschen zum Empfang von Audiodeskription sowie zu barrierefrei bedienbaren, "sprechenden" Fernsehern beraten lassen können. 

Grundsätzlich würden die Geräte immer komplexer. Dabei konzentrierten sich die Hersteller zunehmend auf visuelle Kontrollen, was bei Menschen mit Behinderungen zu neuen Problemen führt (z.B. bei Touchpads von Kochherden, die zu Lasten bisheriger Schalter und Knöpfe eingebaut würden). Deshalb wären innovative Ansätze zur Sicherung der Barrierefreiheit der angebotenen Produkte notwendig. Dabei würde von den Herstellern oft verschwiegen oder einfach nicht pro-aktiv herausgestellt, welche barrierefreien Angebote es bereits heute gibt. Nach Meinung einiger Diskutanten bestehe im Markt oft noch die Angst, man würde dann kein innovatives Image transportieren können, sondern würde eher "altbacken" dastehen. Das Gegenteil wäre jedoch der Fall.

Für alle Menschen ist es eher ein Gewinn, wenn verschiedene Sinne in die jeweilige Benutzerführung eingebunden würden. Menschen mit Behinderungen sollten innovative Geräte genauso bedienen können wir alle anderen auch. Hier gäbe es noch viel zu tun.

Ein konkret vorgestelltes positives Beispiel war die barrierefreie Waschmaschine von Miele. Diese wurde intern zusammen mit betroffenen Mitarbeitern entwickelt. Sie basiert auf einem erfolgreichen Standardmodell. Bei diesem sollte - nach Angaben eines Firmenvertreters - so viel wie möglich zum Nutzen der Betroffenen geändert werden, aber auch so wenig wie möglich an vorhandenen Standards gerüttelt werden, um den Preis nicht in die Höhe zu treiben. Die Steuerung der Waschmaschine erfolgt auf der Basis eines "2-Sinne-Prinzips". Es gibt taktile und akustische Bedienungshilfen und die Nutzer können sich bei Bedarf die Nutzungsanleitung auch vorlesen lassen. Dazu wurde diese in einer Art Hörbuch aufbereitet welches auf einem USB-Stick mitgeliefert wird (DAISY-Format). 

Bei der Einführung z.B. der barrierefreien Waschmaschine kommt dem Handel eine große Bedeutung zu. Ihm muss insbesondere verständlich gemacht werden, warum er diese Waschmaschine auf seiner begrenzten Ausstellungsfläche präsentieren soll und auch den zusätzlichen Schulungsbedarf der Mitarbeiter und den Erklärungsbedarf gegenüber den Kunden in Kauf nehmen sollte. Das wäre nicht immer einfach. Hier kommt es auch auf den Druck von Seiten der Verbraucher an, die entsprechende Produkte aktiv nachfragen sollten. 

Wo es bereits entsprechende Anbieter und Produkte gibt, müssten die Informationen auch an den Handel gelangen und vom Handel an alle Kunden, die entsprechende Geräte benötigen. Eine barrierefreie Gestaltung des Produktes sollte dabei als innovativer Ansatz begriffen werden und nicht als Entwicklung eines Nischenproduktes für einige wenige Menschen. In diesem Zusammenhang wurde auch die Idee in die Diskussion eingeführt, eine Online-Plattform zu entwickeln, auf der Betroffene ohne viel Aufwand Übersichten zu verfügbaren barrierefreien Angebote und Händlern finden könnten. Dadurch würden die entsprechenden Informationen gebündelt und die Markttransparenz erhöht. Auf CIP versuchen wir diesen Weg bereits zu gehen. Unternehmen die hier eine Vorreiterrolle einnehmen, sollten nach Ansicht der Diskussionsteilnehmer zudem mehr positive Öffentlichkeit erhalten, z.B. auch über die Einführung eines entsprechenden Innovationspreises durch die Politik.

Einige Teilnehmer setzten ihre Hoffnung dabei auch auf europäische Regelungen (s. European Accessibility Act), da in anderen Regionen unseres Kontinents oft schon strengere Regelungen existierten, die dann auch in konkreten Produkten umgesetzt würden. Dies könnte über das Angebot dieser Produkte in Deutschland oder deren Import auch Druck auf etablierte Hersteller aufbauen, mit entsprechenden Angeboten nachzuziehen.

Das Wissen um den Bedarf wäre, so die Teilnehmer der Diskussionsrunde, grundsätzlich bei allen Marktteilnehmern da. Schwierigkeiten würden Hersteller oft noch darin sehen, genügend Verwender für diese Produkte zu finden. Ein kontinuierlicher Austausch zwischen allen Beteiligten könnte dazu beitragen, das vorhandene große Marktpotential zu nutzen und die Lösungen schneller zu den Kunden zu bringen, auch wenn dies zu Beginn einen höheren Aufwand z. B. beim Handel verursacht. Langfristig würde es sich aber auch für den Handel lohnen, da Barrierefreiheit ein unbestrittenes Zukunftsthema ist, auch aufgrund der demografischen Entwicklung.

Im Anschluss an die Veranstaltung zu barrierefreien Produkten des DBSV e.V. haben wir uns auf der ifa nach weiteren interessanten Angeboten umgesehen, die heute oder morgen das Leben Contergangeschädigter verbessern könnten. Hier eine kleine Auswahl:

Beim Rundgang durch die ifa-Ausstellungshallen sind wir auf ein weiteres Themenfeld gestoßen, dessen zukünftige Ausgestaltung insbesondere auch contergangeschädigte Menschen betreffen könnte.

Wohin entwickelt sich die Digitalisierung im Bereich Pflege?

So war auf der ifa 2017 auch die 2012 in Shenzhen, China, gegründete Firma UBTECH mit einem Stand vertreten. UBTECH bietet Roboter zur Mensch-Maschine-Interaktion an. Außerhalb Deutschlands dienen diese aktuell z.B. der Informationsvermittlung und Interaktion mit Menschen in Banken oder an Flughäfen. 

In ihrem Informationsmaterial wies das Unternehmen darauf hin, dass die bestehenden Schnittstellen des angebotenen Roboters "Cruzr" auch in der Medizin und im Gesundheitswesen genutzt werden könnten. Dazu sollten die aktuell verfügbaren Funktionen von "Cruzr" auf spezifische Situationen in medizinischen Einrichtungen angepasst werden. Leider konnte uns das Standpersonal keine konkreten Anwendungen vorstellen. 

Angesichts aktueller Pilotprojekte (z.B. mit dem Roboter "Emma" in einer Demenz-Wohngruppe in Kiel) und den Äußerungen des Chefs des wissenschaftlichen Institutes der TK "Wineg", Andreas Meusch, ist die Nutzung von Robotern im Gesundheitswesen jedoch nicht mehr ferne Zukunftsvision. 

Auch wenn Pflegeroboter bei uns aktuell noch nicht sehr häufig im Einsatz sind, wird an ihnen weltweit seit Jahren geforscht. Andreas Meusch sagte dazu in der Südwest Presse (1): "Vernetzte Betreuungssysteme und Roboter können dazu beitragen, die Folgen der ansteigenden Pflegefälle zu bewältigen ... die Altenpflege (leidet) unter Personalmangel. Bereits heute wird die Lücke auf rund 30.000 unbesetzte Arbeitsstellen geschätzt. Bis 2025 könnte diese Zahl auf ... 200.000 steigen ... Nur wenn wir die Digitalisierung nutzen, haben wir eine Chance, die demografische Herausforderung zu meistern." 

Auch in Japan wird seit einiger Zeit untersucht, wie man den Arbeitsalltag von Ärzten und Pfleger durch Roboter (z.B. den terapio) erleichtern kann. Aus Sicht der japanischen Forscher ist dies unumgänglich um den Fortbestand des Gesundheitswesens zu sichern, wie die "Zeit" bereits im Januar dieses Jahres in einem Artikel berichtete (2). Was dies für unser Gesundheitswesen und die Pflege von Senioren oder Menschen mit Behinderungen konkret in den nächsten Jahren bedeutet, ist noch unklar. 

Wir werden aber an diesem Thema dranbleiben und in den nächsten Wochen versuchen, bei Forschern, Kostenträgern und Pflegeeinrichtungen mehr über die aktuellen Überlegungen in diesem Bereich zu erfahren und konkret laufende Forschungs- und Pilotprojekte mit Robotern in der Pflege vorstellen.

Weitere Informationen

Pflege 4.0: Pflegeroboter

Artikel des Deutschen Ärzteverlages zum

Einsatz von Robotern in der Pflege
Fraunhofer "Care-O-bot"
in der Pflege

Roboter im Alters- und Pflegeheim
in Japan auf YouTube

Verwandte Artikel

Messebesuche
im Contergan-Infoportal

Hilfsmittel-Tipps

im Contergan-Infoportal


Eingestellt von: Thomas Heckmann

Quellen: Informationen der ifa, der Hersteller und eigene Recherchen

Letzte Aktualisierung: 30. November 2017


HandiCap-Messe 2017


Am 25. August 2017 war CIP in Bergheim, einer Kreisstadt des Rhein-Erft-Kreises in Nordrhein-Westfalen, zu Gast. Hier fand nun schon zum 7. Mal die HandiCap-Messe statt, auf der wir uns nach praktischen Hilfsmitteln und Unterstützungsangeboten für contergangeschädigte Menschen umgeschaut haben.

Dabei fand die HandiCap wieder zusammen mit dem "Tag der Begegnung" der Selbsthilfegruppe Handicap e. V. statt und bot Vorträge, Informationsstände, Kontakt- und Beratungsangebote, Produkte und Dienstleistungen rund um den Bedarf und die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen. Den Veranstaltern ging es dabei vor allem um konkrete Hilfe und Unterstützung. Auch wenn die HandiCap im Vergleich zur RehaCare oder auch der Altenpflegemesse relativ klein ist, gab es einige interessante Angebote für CIP und vor allem viele interessante Gespräche mit den Ausstellern in einer sehr familiären und entspannten Umgebung.

Besonders aufgefallen sind uns bei unserem Besuch in Bergheim die folgenden Angebote:


Selbsthilfegruppe Handicap

Die HandiCap-Messe und der Tag der Begegnung der Selbsthilfegruppe Handicap e. V. gehören schon seit vielen Jahren zusammen. Die Gruppe gründete sich im Juni 2008 und möchte die Inklusion und Integration behinderter Menschen in der Gesellschaft befördern. Besonders am Herzen liegen ihnen dabei die Barrierefreiheit und die ganz praktische Unterstützung, Beratung und Hilfestellung für Menschen mit Beeinträchtigungen. Deshalb beteiligt sich die Gruppe auch am Projekt Lotsen für Menschen mit Behinderung in NRW. Die Lotsen sollen als erste Ansprechpartner für Menschen mit Behinderung in ihrer jeweiligen Region agieren. Dabei stehen sie den Betroffenen als niedrigschwellige Wegweiser und Vermittler zur Verfügung, die sich in sozialrechtlichen und psychosozialen Fragestellungen auskennen und z.B. auch aus eigener Erfahrung dabei beraten können, welche Institution für welche Fragestellung zuständig ist.

Weitere Informationen

Internetseite der SHG Handicap e. V.
im Rhein-Erft-Kreis

Hilfe zur Selbsthilfe vor Ort (in NRW)
Lotse/Lotsin für Menschen mit Behinderung

Kontakt

Stefanos Dulgerakis
SHG (Selbsthilfegruppe) Handicap e.V.
Kölner Straße 15
50126 Bergheim

Telefon: 0174 5272861
(Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr)
E-Mailinfo@shghandicap.de 

Hannelore Weiland
SHG Handicap e. V. und
Lotsin im Rhein-Erft-Kreis
50126 Bergheim
E-Mailh.weiland@lotsen-nrw.de   


REHAB 2017


03.07.2017

Hilfsmittel-Tipps und Anregungen aus Karlsruhe

Manchmal sorgen schon kleine Helfer dafür, das Leben für contergangeschädigte Menschen einfacher zu gestalten. In der Rubrik Messebesuche versuchen wir deshalb Produkte, Services und Hilfsmittel vorzustellen, die Wohnungen und Häuser sowie den Alltag barrierefreier, bequemer und sicherer machen können. Im Mai waren wir dazu in Baden unterwegs.

Werbeposter zur REHAB 2017 in Karlsruhe.

Vom 11. bis 13. Mai 2017 fand in der Messe Karlsruhe die 19. Auflage der Fachmesse für Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion (REHAB) statt. Auf den insgesamt 35.000 Quadratmetern zeigten rund 450 Aussteller neue Reha-, Orthopädie- und Medizintechnikprodukte sowie Innovationen für Pflege und Therapie. Etwa 18.000 Besucher informierten sich in den drei Tagen in Karlsruhe und erfreuten sich wieder an der – im Vergleich zu anderen Messen – eher familiären Atmosphäre in den Messehallen und dem Freigelände.


Mobilitätslösungen

E-Rollstuhl für den Einsatz im Gelände.
E-Power auf drei Rädern.
Mobilität, umweltfreundlich und geschützt vor Wind und Wetter. E-Automobil.

Auch CIP war wieder dabei. Am 11. Und 12. Mai 2017 besuchten die beiden Vertreterinnen der Betroffenen im Redaktionsbeirat, Ulla Schulz und Antje Jocher, zusammen mit einem Redakteur des CIP die REHAB 2017. Neben dem obligatorischen Besuch und dem Gedankenaustausch am Stand des Landesverbande Contergangeschädigter Baden-Württemberg e.V. wurden die umfangreichen Angebote der Aussteller in Karlsruhe vor dem Hintergrund der Nützlichkeit für contergangeschädigte Menschen begutachtet. Unser Ziel war es, weitere praktische Hilfsmittel-Tipps für contergangeschädigte Menschen für unseren Service-Bereich im CIP zu erhalten sowie Neues über aktuelle Entwicklungen und Produktangebote zu Themen wie barrierefreies Wohnen und Assistenzhilfen zu erfahren.


Probieren geht über studieren ...

Mobilitäts-Lösungen sind nicht nur zum Anschauen da. Auf der REHAB konnte auch gleich praktisch getestet werden.
Dreirad mit "Pferdeantrieb" am Lenker ... was es nicht alles gibt.
Mobilität. Fahrräder und Dreiräder auf der REHAB 2017.

Zu den Schwerpunkten der diesjährigen REHAB in Karlsruhe zählten jedoch vor allem Unterstützungs- und Rehabilitationsangebote für Kinder sowie Mobilitätslösungen wie Rollstühle, neuartige elektrische Rollatoren oder Fahrräder in den verschiedensten Ausstattungsvarianten (z.B. E-Mobil, Dreiräder etc.). Diese nahmen auch den überwiegenden Teil der Ausstellungsfläche ein. Auch hier in Karlsruhe setzte sich so der zuletzt auch auf den anderen Messen gesehene Trend einer immer geringeren Ausstellungsfläche für praktische Hilfsmittel, Möbel und barrierefreies Um- und Ausbauen fort. 

Ungeachtet dessen haben wir aber auch in Karlsruhe wieder einige interessante Ausstellungsstücke gefunden, die wir hier kurz vorstellen möchten. Dazu zählten:

Weitere Informationen

Internetseite der
REHAB 2017
in Karlsruhe


Der Stand des Landesverbandes Contergangeschädigter Baden-Württemberg auf der REHAB 2017 in Karlsruhe.

Der Landesverband Contergangeschädigter Baden-Württemberg e.V. war auch in diesem Jahr wieder auf der REHAB in Karlsruhe mit einem eigenen Informationsstand vertreten. 

Das Betreuungsteam stand den interessierten Besucherinnen und Besuchern für Fragen und Informationen rund um Contergan und die Contergan-Selbsthilfe zur Verfügung. 

Immer mit dabei: die weiß-blauen „Contergan-Schachteln“. Neben einer kleinen süßen Aufmerksamkeit enthalten Sie eine kurze Übersicht über Thalidomid, dessen Einsatz in der Vergangenheit und heute sowie die Kontaktdaten des Landesverbandes.

Und wie schon in den vergangenen Jahren entspannen sich anhand der „Contergan-Schachteln“ recht schnell interessante Gespräche mit den Besuchern der Messe.

Kontakt LV Baden-Württemberg


PFLEGEMESSE COTTBUS 2017


12.04.2017

Brandenburg

Blick in eine Ausstellungshalle.

Am 4. und 5. März fand in Cottbus (Brandenburg) zum ersten Mal eine Pflegemesse statt. Organisiert vom Anzeigenblatt „Wochenkurier“ führte sie neben viel regionaler Politprominenz auch rund 70 Aussteller in die Messehallen am Spreeauenpark.

Schwerpunkte der 1. Pflegemesse Cottbus waren dabei neben der Betreuung pflegebedürftiger Menschen und dem Fachkräftemangel in Brandenburg vor allem auch barrierefreies Wohnen und ganz praktische Hilfsmittel für das tägliche Leben.

Aus Sicht unseres CIP waren für contergangeschädigte Menschen dabei die folgenden Ausstellungsstücke von besonderem Interesse:


DAMPER HANDICAP TAGE 2017


Entdecke Deine Möglichkeiten

Blick auf das Congress Centrum in Damp.

Am 17. und 18. Juni 2017 fanden rund um die Helios-Klinik und die gesamte Strandpromenade im Ostseebad Damp die Damper Handicap Tage statt. Die Veranstaltung, die in diesem Jahr zum ersten Mal ausgerichtet wurde, wendete sich an Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen sowie deren Angehörige und Freunde, aber auch an nicht-behinderte Interessierte. Dabei wurden Ideen und Lösungen präsentiert, um z. B. mit einer körperlichen Beeinträchtigung besser umzugehen oder durch ungewöhnliche Freizeitaktivitäten die Lebensfreude zu steigern. 


Eröffnung der Damper Handicap Tage.
Teilnehmer-Bändchen der Damper Handicap Tage.
Blick auf den Bootsanleger und die Helios-Klinik in Damp.

Veranstalter waren die HELIOS Rehaklinik Damp, die HELIOS Ostseeklinik Damp sowie die HELIOS Klinik Geesthacht. Als Schirmherr konnte die Trainerlegende Jupp Heynckes, gewonnen werden. Zusammen mit dem Contergangeschädigten Matthias Berg, mehrfacher Goldmedaillengewinner bei Winter- und Sommerparalympics, Jurist, Hornist und Führungskräfte-Trainer, standen darüber hinaus z.B. Deutschlands erfolgreichste paralympische Schwimmerin, Kirsten Bruhn, der Karikaturist Phil Hubbe, der ehemalige Kunstturner und jetzige Rennrollstuhlfahrer Ronny Ziesmer, der siebenmalige Deutsche Meister im Para-Golfen, Jens Maspfuhl, regionale Mediziner, Reha-Experten, Therapeuten, Trainer und weitere Persönlichkeiten den Besuchern mit Rat und Tat zur Seite. Sie berichteten über Ihre Erfahrungen beim Leben mit der Beeinträchtigung sowie neue Ansätze der Rehabilitation. 


Vor der Eröffnung der Camper Handicap Tage im Congress Centrum.
Strandrollstuhl auf den Damper Handicap Tagen.
Blick auf die Strandpromenade mit Ständer zu den Camper Handicap Tagen.

Die Idee zu den Handicap-Tagen hatte Marcel Bergmann, ein ehemaliger Patient in der Rehaklinik Damp, im Rahmen des Abschlussgespräches mit Frau Dr. Osseforth, Oberärztin der örtlichen Abteilung Neurologie. Der ZDF-Redakteur sitzt seit über 20 Jahren im Rollstuhl und hat mit seinem Buch „Trotzdem China“, viele Menschen mit Behinderungen dazu ermutigt, sich ihre Reiseträume trotz Behinderung zu erfüllen.

Zurück im heimischen Wiesbaden rief Marcel Bergmann seinen Freund Matthias Berg an. „Matthias ist genau der richtige Mensch, um eine Idee größer zu machen“, so Bergmann: „Wir haben dann gemeinsam ein bisschen herum gesponnen und uns gegenseitig hochgeschaukelt“, erinnert er sich. „Trotzdem haben wir damals nur an einen Bruchteil von dem gedacht, zu was sich das Ganze jetzt entwickelt hat“, so Matthias Berg, der auch die Eröffnung der Handicap-Tage moderierte.

© Matthias Berg/Helios-Klinik Damp
Porträt von Matthias Berg.

In seinem Workshop fordert er darüber hinaus die Teilnehmer auf, das Leben zu nehmen, wie es kommt und aktiv zu bleiben oder es zu werden. „Mach(t) was draus“ war seine eindeutige Aufforderung an die Anwesenden.

Neben dem Besuch von Vorträge zu den verschiedensten medizinischen und rehabilitativen Themen und den Workshops zum Mitmachen, konnten sich die Besucher an verschiedenen Ständen über Hilfsmittel und Unterstützungsangebote informieren, verschiedene Hilfsmittel (z.B. Handbikes) selbst praktisch ausprobieren oder mit einem speziellen Inklusions-Boot die Ostsee vor Damp erkunden. 

Von den verschiedenen Angeboten der Workshops und Stände der Handicap-Tage möchten wir Ihnen kurz vier Projekte und Hilfsmittel vorstellen, die uns besonders aufgefallen sind und die auch für Sie von Interesse sein könnten. 


Bootsanlegesteg in Damp.
Assistenz-Hunde auf den Damper Handicap Tagen.
Barrierefrei segeln mit "Meer bewegen e.V.".

Dazu zählen:


IRMA 2017


25.07.2017

Tipps und Anregungen zu Hilfsmitteln und Serviceangeboten

In der Hansestadt Bremen konnten sich Menschen mit Behinderungen vom 08. bis 10. Juni 2017 auf der Messe IRMA über aktuelle Entwicklungen im Bereich Hilfsmittel, Rehabilitation und das Leben mit Beeinträchtigungen informieren. Auch CIP war wieder vor Ort und hat sich informiert, welche der Bremer Angebote auch für contergangeschädigte Menschen von Interesse sein könnten.

Logo der IRMA 2017 in Bremen mit URL-Adresse der Messe und Ausstellungsdaten.

Die Messe findet alle zwei Jahre in Bremen statt (dazwischen gastiert sie immer in Hamburg) und bietet dabei sehr viel von dem, was das Leben trotz Behinderung erleichtert. In den Ausstellungshallen präsentierten deshalb in diesem Jahr über 100 Aussteller nicht nur Rollstühle, Handbikes, Elektro-Scooter, Gehhilfen und behindertengerechte Pkws, sondern auch Pflegehilfsmittel und Hilfen für den Alltag. Neben den vielen Informationsständen konnten die Besucher auf drei Testparcours auch Rollstühle, Spezialräder, Handbikes und Scooter testen und selbst Probe fahren.


Blick auf den Stand zum barrierefreien Urlaub in den Niederlanden auf der IRMA 2017.
Stand der Verkehrsbetriebe Bremen mit Bus zur Barrierefreiheit auf der IRMA 2017.
Mobil auch im Wald. Geländegängiger Rollstuhl mit Kettenantrieb auf der IRMA 2017.
Fahnenmast mit IRMA-Werbefahne vor der Veranstaltungshalle in Bremen.

Zu den Höhepunkten der IRMA aus unserer Sicht zählte das Angebot einer Bremer Schneiderin, die Mode für Rollstuhlfahrer und andere Menschen mit Handicap präsentierte, die Assistenzhunde von APPORTE und der besondere Schwerpunkt barrierefreier Urlaub, der den Samstag beherrschte. Dabei präsentierten sich Reiseveranstalter, Hotels, Ferienhausanbieter und Urlaubsregionen und berieten zum barrierefreien Urlaub in Deutschland oder zum rollstuhlgerechten Reisen in alle Welt.


Projektvortrag zur Barrierefreiheit in Bremen auf der IRMA 2017.
Werbe-Aufsteller zur Bike-Tour "Route 66".
Vortrag von Accamino auf der IRMA 2017.

Die folgenden Angebote der IRMA 2017 möchten wir Ihnen deshalb in den nächsten Tagen einmal ausführlicher vorstellen:

Kontakt

Yvo Escales und Pascal Escales
Talstraße 58
77887 Sasbachwalden

Telefon: 07841 6841133
Mobil: 0171 4936 573
E-Mail: info@escales-verlag.de  

Weitere Informationen

Informationen zur IRMA 2017
und IRMA 2018
im Internet 


INTERSANA 2016


Internationale Gesundheitsmesse
11. – 13. November 2016 Messe Augsburg

Eingang zur intersana-Messe in Augsburg mit Werbe-Banner.

Bereits zum 12. Mal fand die Intersana im November auf dem Messegelände in Augsburg statt. Auch in diesem Jahr versuchten die Veranstalter wieder eine breite Palette an Themen rund um Gesundheit und Wellness anzubieten. Im Vergleich zu vorangegangenen Messen erschien uns die diesjährige Messe jedoch etwas kleiner als frühere Ausstellungen. Der Schwerpunkt lag dabei vor allem auf regionalen Anbietern aus Augsburg und Umgebung.

Blick in die intersana-Halle.
Blick auf eine Vortragsfläche in der Mitte der intersana-Halle.

Ungeachtet dessen haben wir auch auf der intersana wieder einige Angebote gefunden, die für contergangeschädigte Menschen von Interesse sein können. Diese wollen wir hier kurz vorstellen und dabei auch Tipps für weitergehende Informationen geben sowie mögliche Ansprechpartner benennen.

Badgestaltung

S50 Bad-Module
SANIFIXX - Das Systembad

Sport und Bewegung

Inklusion in Bewegung
Miteinander. Stark. Aktiv.

Wohnen im Alter

Förderung ambulanter Wohngemeinschaften
im Freistaat Bayern


MITEINANDER LEBEN 2016


Messe + Kongress für Reha, Pflege und Mobilität
Berlin, 07. – 09. April 2016 

Werbetafeln auf Transportern weisen den Weg zur Miteinander Leben.

Anfang April bot die alle zwei Jahre stattfindende Messe „Miteinander Leben Berlin“ auf dem Messegelände der Station Berlin am Gleisdreieck wieder ein regionales Forum für die Bereiche Rehabilitation, Pflege und Mobilität. Dabei war die Ausstellung in sechs Themenparks gegliedert: Rehabilitation & Hilfsmittel, Pflege, Mobilität, Barrierefreies Reisen, Gesundheit sowie Leben & Wohnen. Damit wollten die Veranstalter eine gezielte Informationssuche der Besucher erleichtern. 

Über 100 Unternehmen, Institutionen und Verbände präsentierten ihre Leistungen und Produkte. Verglichen mit der Altenpflegemesse in Hannover oder der Rehab in Karlsruhe gehört Berlin sicher zu den kleineren Messen im Bereich der Rehabilitation und Pflege. Trotzdem bot sie einige interessante Produkte, die auch für contergangeschädigte Menschen von Interesse sein können.

Praktische Tipps

Dazu gehörte zum Beispiel der Roboterarm Jaco von ORFOMED. Er unterstützt Menschen mit stark eingeschränkter oder fehlender Hand‐/Armfunktion im Alltag und trägt so zu einem weitgehend selbstbestimmten Leben und Arbeiten bei. Dieses und weitere Produkte möchten wir Ihnen hier gern etwas ausführlicher vorstellen:


Autor: Thomas Heckmann
Quellen: Presse-Informationen der Messen, der Anbieter der Produkte und Services sowie eigene Recherchen
Zuletzt aktualisiert: 19. November 2017


Eingestellt von: T. Heckmann

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