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Fahrdienste

Besondere Fahrdienste für behinderte Menschen gibt es in vielen Städten und Gemeinden. Sie unterstützen die selbstbestimmte Gestaltung des eigenen Tagesablaufes und erleichtern die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, wenn kein eigener PKW vorhanden ist bzw. keine öffentlichen Verkehrsmittel genutzt werden können. Angeboten werden diese z. B. durch verschiedene Trägern der freien Wohlfahrtsverbände. Die Kosten für ihre Nutzung müssen dabei unter bestimmten Voraussetzungen nicht vom Betroffenen selbst übernommen werden.

© Michael Bellaire / Johanniter
Fahrdienst-Mitarbeiter der Johanniter begleiten eine Frau zum Auto.

Bei berufstätigen Menschen mit Handicap können die Rehabilitationsträger (z. B. gesetzliche Krankenkassen, Rentenversicherung) Beförderungskosten übernehmen, wenn ein Betroffener aufgrund seiner Behinderung für die Fahrt zum und vom Arbeitsplatz keine öffentlichen Verkehrsmittel nutzen kann. Auch das Sozialamt kann Kosten für die Nutzung eines Behindertenfahrdienstes als Hilfe zur Teilhabe am gemeinschaftlichen und kulturellen Leben übernehmen, wenn der Betroffene öffentliche Verkehrsmittel nicht nutzen kann und kein vorrangig verpflichteter Sozialleistungsträger vorhanden ist. 

Übernahme der Kosten

Die dabei angewandten Regelungen zur Kostenübernahme sind jedoch je nach Stadt oder Gemeinde regional unterschiedlich. Konkrete Informationen zu den örtlichen Fahrdiensten erhält man bei seiner Stadt oder Gemeinde. Diese informieren ebenfalls - wie auch verschiedene Träger solcher Fahrdienste (z. B. das DRK) - über die bestehenden regionalen Regelungen zur Kostenübernahme. 

Bei medizinisch bedingten Fahrten können die Krankenkassen auch die Fahrkosten zur ambulanten Behandlung übernehmen. Dies ist möglich für Menschen mit einem Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen "aG - außergewöhnliche Gehbehinderung“, "Bl - blind“ oder "H - hilflos“ oder den Pflegestufen II oder III, wenn die ambulante Behandlung über einen längeren Zeitraum erforderlich ist. Die Kostenübernahme muss jedoch durch die Krankenkasse vor der Inanspruchnahme der Fahrdienste genehmigt werden.

Auch im Rahmen der Leistungen der Conterganstiftung für Spezifische Bedarfe (Interne Verlinkung) gibt es die Möglichkeit der Fahrtkostenerstattung für Fahrten zu genehmigungsfähigen Heilmittelbehandlungen, zu einer Hilfsmittelanpassung, zur Reha-Maßnahme bzw. zur Kur. Fragen hierzu beantwortet das Servicetelefon der Conterganstiftung für behinderte Menschen unter der Servicenummer: 0800 570 0570 (Servicezeiten: montags bis freitags von 7:30 – 16:00 Uhr) oder per E-Mail unter service@contergan.bund.de 

Nützliche Links

Zertifikat "Sicherer Kranken- und Behindertentransfer" von TÜV/DEKRA
Aktion Mensch: Suche nach Fahrdiensten in der Umgebung 
Johanniter Fahrdienst für Menschen mit Behinderung
Deutsches Rotes Kreuz-Fahrdienst
Malteser-Fahrdienst 
Fahrdienste des Arbeiter-Samariter-Bundes

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