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Stiftung

Die Conterganstiftung für behinderte Menschen ist eine Stiftung des öffentlichen Rechts mit einem gesetzlichen Auftrag.

Die Contergan-Katastrophe - der Anlass zur Stiftungsgründung

Im Oktober 1957 kommt das Schlaf- und Beruhigungsmedikament "Contergan" in den Handel. In den Jahren 1959 bis 1962 kamen in Deutschland ca. 5000 behinderte Kinder mit verkürzten und veränderten Gliedmaßen, häufig verbunden mit schwerwiegenden Schäden an den inneren Organen, zur Welt. Viele dieser Kinder überlebten nicht.

Betroffene sitzt am Tisch und liest.

Wissenschaftliche Untersuchungen führten 1961 zur der Erkenntnis, dass zwischen der Einnahme des Medikamentes durch die Mütter der betroffenen Kinder in der Frühschwangerschaft und den charakteristischen Fehlbildungen ein Zusammenhang besteht. Die Herstellerfirma nahm das Medikament daraufhin aus dem Handel.

Seit dem bekannt werden der "Contergan-Katastrophe" ermittelte die Staatsanwaltschaft gegen Leiter und Angestellte der Herstellerfirma. Am 27. Mai 1968 begann in Alsdorf bei Aachen der Conterganprozess. Viele Eltern von betroffenen Kindern schlossen sich dem Verfahren als Nebenkläger an. Am 10. April 1970 schloss die Herstellerfirma mit den Eltern einen Vergleich, wonach diese gegen Zahlung eines Betrages von 100 Millionen DM / 51,13 Millionen Euro alle, den geschädigten Kindern und ihren Eltern etwa zustehenden Ansprüche gegen die Herstellerfirma als erfüllt erklärten. Das Hauptverfahren wurde daraufhin mit Beschluss vom 18. Dezember 1970 und mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft eingestellt.

Um die gleichmäßige und gerechte Verteilung der gezahlten Mittel sicherzustellen, beschloss der Bundestag im Dezember 1971 die Gründung einer öffentlich-rechtlichen Stiftung, die am 31. Oktober 1972 unter dem Namen Stiftung "Hilfswerk für behinderte Kinder" ins Leben gerufen wurde.

Die Vergleichssumme wurde nebst angefallenen Zinsen auf die Stiftung übertragen. Aus Haushaltsmitteln des Bundes wurde das Vermögen um weitere 320 Millionen DM / 163,6 Millionen Euro aufgestockt.

Weitere Informationen

Organisation der Conterganstiftung
Aufgaben der Conterganstiftung
Stiftungssatzung

Kommentare

  • BrigitteSpeer
    BrigitteSpeer sagt:
    Wie kann eine Stiftung für Contergangeschädigte eine beratende Funktion ausführen wollen wenn man vor Gericht sein Recht als Contergan Opfer gegen die Stiftung erstreiten muss .
    Wie eben diese Strafanzeige von Herrn Heidrich zeigt gegen den 1. Vorsitzenden der Medizinischen Kommission zeigt .
    Ich Glaube dem Herrn Heidrich sogar denn ich habe persönlich die Erfahrung gemacht das Schadenspunkte verwaltet und man mit macht was immer die Stiftung will .
    So wie nach Gutsherrn Manier .
    Wie soll da ein Partnerschaftliches miteinander entstehen?
    Sein Recht bekommt man nur wenn man Gerichte, Anwälte bemüht ist das so beabsichtigt von der Conterganstiftung oder dem Bundesfamilienministerium ?
    Unsere Conterganvertreter bekommen auch so gut wie gar keine Informationen zum Beispiel nehme man die nächste Stiftungsratsitzung .
    Aber natürlich geschieht das alles auf Partnerschaftlicher Basis ?
    Einen Tipp an die Conterganstiftung man sollte aufpassen das man sich nicht selber abschafft .
    Und dieser Skandal lässt mal wieder kein gutes Haar über für die Stiftung .
    Partner heißt gleich auf Augenhöhe stehen .
    Ich kann nicht beraten wollen und die Menschen unterdrücken in geglicher Form .
    Sollten sie mal drüber nach denken.

    Mit freundlichem Gruß

    Brigitte Speer