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InfoDoor

29.06.2017

Informationen an der Tür

Eine weitere interessante Produktidee im Ideen-Park der Messe in Nürnberg war die InfoDoor. Diese Idee des Lehrstuhls Industrial Design der Technischen Universität in München (TUM) soll es sehbeeinträchtigten und blinden Menschen zukünftig ermöglichen, sich im öffentlichen Raum besser, selbständiger und unabhängiger bewegen zu können.

Dabei können sogenannte „Beacons“ (auf Deutsch = Leuchtfeuer) zum Beispiel neben Türen in öffentlichen Einrichtungen angebracht werden. Die Einrichtung kann dann in den „Beacons“ individuelle Informationen ablegen. Diese können vom Besucher mit einem Smartphone, einer dazugehörigen App und mit Hilfe der Bluetooth-Technlogie (kabellose Datenübertragung auf kurze Distanz) abgerufen werden, um sich besser zu orientieren.


Info-Door-Applikation als Prototyp neben einer Tür auf der Altenpflegemesse in Nürnberg.
Erläuterungen zur InfoDoor-Applikation.
Grafik zur Verdeutlichung der Funktionsweise der InfoDoor-Applikation.

Über die bisher von den Initiatoren angedachten Anwendungsfälle in öffentlichen Einrichtungen, Apotheken oder auch bei Ärzten hinaus, könnten wir uns weitere Nutzungsmöglichkeiten dieses Ansatzes vorstellen. So wäre es aus unserer Sicht z. B. in einer Kunstausstellung sinnvoll, neben den ausgestellten Bildern oder Skulpturen „Beacons“ zu platzieren, die interessante Informationen zum Werk, seinem Hintergrund und zum Künstler enthalten. Diese Informationen könnten dann auch ohne die Ausleihe zusätzlicher Geräte direkt vor Ort genutzt werden.

Eine weitere Option wäre die Installation entsprechender „Beacons“ an den Haltestellen und Stationen öffentlicher Verkehrsmittel, die den Nutzer dann mit Informationen zu den verfügbaren Fahrtzielen und dem aktuellen Fahrplan versorgen könnten.

Aus unserer Sicht könnte man hier noch weitaus mehr Anwendungsgebiete finden. Bevor ein solches System jedoch universell nutzbar wird, gilt es nun Pilotanwendungen in verschiedenen Bereichen zu installieren und auch im praktischen Betrieb längere Zeit zu testen.

Weitere Informationen

Internetseite zur InfoDoor vom
Institut für Industrielles Design
der Technischen Universität München

Kontakt

Moritz Segers
Lehrstuhl für Industrial Design der TUM
Telefon: 089 289 28698
E-Mail: moritz.segers@tum.de   


Autor: T. Heckmann
Quellen: Informationen des Herstellers und eigene Recherchen
Letzte Aktualisierung: 29. Juni 2017

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