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Rauchwarnmelder für hörgeschädigte Menschen

Am Stand des Deutschen Schwerhörigen Bundes e.V. (DSB) wurde zum Thema „Barrierefreies Bauen und Planen“ und Rauchwarnmelder informiert. Diese warnen die Bewohner durch einen lauten Alarmton, wenn ein Brand ausbricht. In den meisten Bundesländern besteht bereits eine Rauchwarnmelder-Pflicht für Privatwohnungen. Nur in Berlin und Brandenburg existiert diese noch nicht. 

Die Rauchmelderpflicht gilt dabei auch für Menschen mit einem beeinträchtigten Hörvermögen. Allerdings benötigen Hörgeschädigte Warnmelder, die bei Rauchentwicklung durch einen Lichtblitz und/oder Vibration warnen. Hierfür gibt es verschiedene Angebote von Hilfsmittelherstellern. 

Der DSB weist in seiner auf der Altenpflegemesse verteilten Info-Flyer in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die gesetzlichen Krankenkassen bisher die Kostenübernahme für solche speziellen Rauchwarnmelder noch ablehnen. Auch für den Vermieter gäbe es aktuell keine gesetzliche Notwendigkeit, die entsprechende Zusatzausstattung für Menschen mit einer Hörschädigung zu bezahlen. Anders als bei Lichtweckern und Lichtklingelanlagen (Finanzierung über Krankenkassen möglich) bliebe den Betroffenen bei den speziellen Rauchmeldern für Hörgeschädigte gezwungenermaßen nur die Übernahme der zusätzlichen Kosten aus dem eigenen Geldbeutel. 

Dem steht jedoch ein aktuelles Urteil des Bundessozialgericht (BSG) gegenüber. In seinem Urteil vom 18.06.2014 (Aktenzeichen: B 3 KR 8/13 R) hatte dieses entschieden, dass gesetzliche Krankenkassen die Kosten für spezielle Rauchmelder für Hörgeschädigte übernehmen müssen.

Rauchwarnmelder für Hörgeschädigte

Weitere Informationen

Zum Infobrief des DSB 
zu Rauchwarnmeldern

Bundessozialgericht - Urteil vom 18.6.2014, B 3 KR 8/13 R
Krankenversicherung - Gehörlosigkeit - Anspruch auf Rauchwarnmeldesystem – Zuzahlung

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