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Thema des Monats November 2016: Barrierefreie Orientierung?

Gütesiegel begegnen contergangeschädigten Menschen heute tagtäglich beim Einkaufen, in Zeitungen, der Werbung im Fernsehen oder auch bei der Informationssuche und dem Online-Shopping im Internet. Halten Sie immer auch, was Sie versprechen?

Fächer von Prospekten mit verschiedenen "Gütesiegeln".

Die Aufzählung ließe sich mühelos erweitern:

  • „Barrierefrei geprüft“ in Sachsen-Anhalt,
  • „NatKo Barrierefreiheit geprüft“ in Bayern,
  • „EURECERT – Gütesiegel für Barrierefreiheit“,
  • „DIN-Geprüft – barrierefrei“ oder auch das
  • „TÜV-Siegel für barrierefreies Einkaufen“.

Gütesiegel begegnen contergangeschädigten Menschen heute tagtäglich beim Einkaufen, in Zeitungen, der Werbung im Fernsehen oder auch bei der Informationssuche und dem Online-Shopping im Internet. Im Gegensatz zu Prüfsiegeln (z.B. GS), welche die (geprüfte) Einhaltung von gesetzlichen oder freiwilligen Sicherheits- und Qualitätskriterien bestätigen, sollen Gütesiegel das Vorhandensein einer besonderen Qualität bzw. eines Gebrauchsnutzens dokumentieren und den Kunden Orientierung bieten. Dabei bedeutet ein solches Siegel aber nicht zwangsläufig, dass ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung auch von einer unabhängigen Stelle geprüft wurde.

Allein im Lebensmittelbereich existieren in Deutschland nach Schätzungen der Verbraucherorganisation „Foodwatch“ mehr als tausend Gütesiegel und Qualitätszeichen. Aber auch im Bereich der besonderen Angebote für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen sind in den letzten Jahren vermehrt „Gütesiegel“ kreiert und von den verschiedensten Anbietern vergeben worden. Zu den Schwerpunkten der „Gütesiegel“-Vergabe zählen dabei insbesondere der Bereich des barrierefreien Reisens und Wohnens. Welche davon sind jedoch verlässliche Anhaltspunkte und welche sind reine Marketing-Kreationen der Anbieter und ohne wirklichen inhaltlichen Mehrwert?

Wir möchten unser Thema des Monats November deshalb dafür nutzen, Ihnen einen ersten Überblick über bestehende Gütesiegel in verschiedenen Lebensbereichen zu geben, die für contergangeschädigte Menschen von Bedeutung sind. Dabei wollen wir insbesondere klären:

  • Welche „Gütesiegel“ existieren aktuell?
  • Für welche Bereiche gelten die „Gütesiegel“?
  • Welche Kriterien sind für ihren Erhalt zu erfüllen?
  • Wer kontrolliert deren Einhaltung bzw. vergibt die „Gütesiegel“?

Sollten Sie bereits Erfahrungen mit einzelnen „Gütesiegeln“ gemacht haben oder möchten Sie, dass wir ein spezielles „Gütesiegel“ in die Betrachtung mit aufnehmen, so würden wir uns über Informationen dazu oder einen kurzen persönlichen Erlebnisbericht sehr freuen. Gerne können Sie uns diesen per E-Mail unter info@contergan-infoportal.de zusenden. Vielen Dank im Voraus für Ihre Unterstützung!

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Erstellungsdatum: 04.11.2016

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