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Die Idee hinter CIP

Parallel zur Forschung zu tatsächlichen Defiziten und Bedarfen der Contergangeschädigten sollte begleitend ein Info-Netzwerk etabliert werden.

Der CIP-Redaktionsbeirat.
Der Redaktionsbeirat des Contergan-Infoportals CIP.

Wie kam es zum CIP?

Im Jahre 2008 hat der Deutsche Bundestag die Bundesregierung aufgefordert, einen Forschungsauftrag zu vergeben. Das Ziel: Die tatsächlichen Defizite und Bedarfe der Contergangeschädigten auf wissenschaftlicher Basis zu ermitteln. In einem zweiten Schritt sollte forschungsbegleitend ein Info-Netzwerk zu Conterganschädigungen etabliert werden.

Die Ergebnisse der Studie liegen seit 2012 vor. Sie haben ein erschreckendes Bild von der Lebenssituation der Betroffenen gezeichnet. Auf Basis dieser Daten wurden die Leistungen nach dem Conterganstiftungsgesetz 2013 signifikant erhöht. Ergänzend dazu hat die Conterganstiftung das Contergan-Infoportal ins Leben gerufen – kurz auch CIP genannt.

Das CIP ist die Anlaufstelle für contergan- bzw. thalidomidgeschädigte Menschen, die sich schnell und umfassend über gesetzliche Leistungen, Dienstleistungen, Zuständigkeiten der Behörden und Einrichtungen sowie praktische Tipps zum Leben mit Contergan informieren wollen. Zudem können sich Betroffene und medizinische Experten in eigenen Bereichen miteinander austauschen, um das vorhandene Wissen besser zu vernetzen. Im CIP finden Sie darüber hinaus umfangreiche Informationen zur Geschichte, den Aufgaben und  Aktivitäten der Conterganstiftung, alle Anträge für Leistungen nach dem Conterganstiftungsgesetz sowie Informationen zu den Unterstützungsangeboten weiterer Kostenträger. 

Der Redaktionsbeirat

Das Portal wird inhaltlich und redaktionell durch ein Redaktionsteam gestaltet. Es wird dabei von einem Redaktionsbeirat unterstützt und beraten. Dieser besteht aus Vertretern der Conterganstiftung, Betroffenen, Experten/innen sowie einem Vertreter des Redaktionsteams. 

Bei der Gestaltung des neuen Infoangebotes war es den Mitgliedern des Redaktionsbeirates besonders wichtig, den konkreten Informations- und Unterstützungsbedarf der contergangeschädigten Menschen immer in den Mittelpunkt zu stellen. Der Servicegedanke soll sich dabei wie ein roter Faden durch das inhaltliche Angebot ziehen.

Vor diesem Hintergrund sind auch die CIP-Besuche auf Messen und Informationsveranstaltungen, bei Anbietern praktischer Hilfsmittel und bei medizinischen Einrichtungen, die sich auf die Behandlung, Betreuung und Begleitung contergangeschädigter Menschen spezialisiert haben, zu sehen. Aktuelle Informationen, Innovationen und praktische Tipps sollen so den Betroffenen ein Instrumentarium an die Hand geben, mit dem Sie sich zu Ihren individuellen Fragestellungen schnell und komfortabel informieren können.

Was planen wir für die Zukunft?

Im Rahmen der Sitzungen des Redaktionsbeirates wird jedes Mal auch über mögliche Erweiterungen und zukünftige CIP-Projekte diskutiert. Nicht alles lässt sich sofort umsetzen. Die Vorschläge bieten jedoch eine gute Basis um den Nutzern im CIP auch in Zukunft hilfreiche Informationen sowie spannende und praktisch nutzbare Reportagen und Berichte anzubieten. Hierzu gehören zum Beispiel die geplanten

  • Experten-Fragestunden: Im Rahmen der Foren möchten wir zusammen mit anerkannten Contergan-Experten demnächst auch Online-Fragestunden zu relevanten Themenbereichen aus Diagnostik, Therapie und Rehabilitation von conterganbedingten Schädigungen anbieten. Starten wollen wir dabei mit Frau Dr. Petra Brückner aus Bad Sooden-Allendorf (Klinik Hoher Meißner) und Herrn Dr. Rudolf Beyer aus Hamburg (Schön-Klinik).
  • Veranstaltungs-Berichterstattung: CIP möchte zukünftig vermehrt auch persönlich an bundesweiten und regionalen Informationsveranstaltungen und Workshops zur Conterganschädigung und damit verbundenen Themenfeldern teilnehmen und Zusammenfassungen der Inhalte im CIP zur Verfügung zu stellen. Dazu gehört z. B. auch die anstehende Informations- und Diskussionsveranstaltung des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf zum Forschungsbericht „Historische Aufarbeitung des Landes Nordrhein-Westfalen.
  • Besuche bei Selbsthilfegruppen und regionalen Veranstaltungen: Damit möchten wir den verschiedenen Gruppen die Möglichkeit bieten, sich und ihre Arbeit, wichtige regionale Projekte aber auch aktuelle Probleme und Herausforderungen einem breiteren Publikum im CIP vorzustellen.
  • Ausweitung der Besuche bei medizinischen Einrichtungen: Hierbei möchten wir zukünftig auch die Netzwerkpartner der Einrichtungen z. B. in Hamburg, Nümbrecht, Bad Sooden-Allendorf oder Heidelberg vorstellen und über ihre Erfahrungen, Angebote und Serviceleistungen berichten. 

Der Redaktionsbeirat im Titelbild v. l. n. r.: Claudia Vasios (Geschäftsstelle der Conterganstiftung), Ulrich Elsbroek (Journalist), Dr. med. Petra Brückner (Medizinerin), RA Jan Freytag (Rechtsanwalt), Antje Jocher (Betroffenen-Vertreterin), RA Michael Hock (Vorsitzender des Redaktionsbeirates, Rechtsanwalt), Ulla Schulz (Betroffenen-Vertreterin), Katja Held (Geschäftsstelle der Conterganstiftung), Thomas Schönemann (Agentur iD, Weimar)

Erstellungsdatum: 10.06.2016

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