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Thema des Monats August 2016: Zentrale vs. dezentrale Versorgung?

Die optimale Behandlung und Betreuung contergangeschädigter Menschen war eines der großen Themen in der Heidelberger Contergan Studie 2012. Dabei wurde auch über die Einrichtung multidisziplinärer Kompetenzzentren, die als Anlaufstelle für alle gesundheitlichen Fragestellungen von Betroffenen dienen sollen, diskutiert.

Röntgenaufnahme einer von Contergan geschädigten Hand.

Bisher gibt es auf nationaler Ebene noch kein flächendeckendes Netz von Kompetenzzentren für die Betreuung contergangeschädigter Menschen. Es gibt jedoch Insellösungen, deren Akteure ein regionales Netz von Behandlern aufgebaut haben und untereinander im kollegialen Kontakt stehen. Im April 2016 kündigte das Land Nordrhein-Westfalen darüber hinaus an, durch die geplante Errichtung eines regionalen Behandlungszentrums für contergangeschädigte Menschen zukünftig eine verbesserte Versorgung der Betroffenen anzustreben.

In anderen medizinischen Bereichen, z. B. auch bei seltenen Erkrankungen, sind Kompetenzzentren dagegen schon seit einigen Jahren gelebte Praxis. Dabei sehen sich auch diese Zentren sehr häufig mit großen Herausforderungen in Bezug auf die benötigten Strukturen, fachlichen Kompetenzen und auch der Finanzierung der angebotenen Leistungen konfrontiert.

Was können wir von den Entwicklungen in anderen medizinischen Bereichen für die Gestaltung von Contergan-Kompetenzzentren lernen? Welche Rahmenbedingungen sind förderlich bzw. hinderlich für eine Zentren-Bildung? Ist die Bildung von Zentren bei der Betreuung von Contergangeschädigten der einzige Weg zu einer Verbesserung der Betreuung? Gibt es alternative Möglichkeiten der kurz- bzw. mittelfristigen Verbesserung der Versorgung, z. B. durch eine optimalere Vernetzung (Beispiel PÄD-EXPERT)? Wie steht es um die Weiterbildung der jungen Ärzte? Was macht aus Sicht der Betroffenen und der sie behandelnden Ärzte am meisten Sinn? 

Mit diesen und weiteren Fragen möchten wir uns im CIP im August beschäftigen. Dabei interessiert uns auch, welche Erfahrungen Sie bisher mit Ärzten und Betreuungseinrichtungen gemacht haben und welche Strukturen und Ideen aus Ihrer Sicht am besten passen würden?

Ihre Meinungen oder auch konkrete Fragen zur optimalen Versorgung von contergangeschädigten Menschen können Sie uns (wie immer) per E-Mail an info@contergan-infoportal.de senden. Stichwort: Versorgung.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Unterstützung!

Weitere Informationen

Aktueller Diskussionsstand zu den in der
Heidelberger Studie angeregten Kompetenz-
bzw. Versorgungszentren

Was können wir von bisherigen Ansätzen der Zentren-Bildung für die
Entwicklung der Schwerpunktzentren für Contergan-Schädigungen lernen?

Zur Diskussion: Sind Behandlungszentren der einzige Weg zu einer
verbesserten Behandlung bei Contergan?


Erstellungsdatum: 03.08.2016

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