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Rehabilitation

"Der Auftrag der Rehabilitation umfasst Hilfe zur Erhaltung oder Wiedergewinnung der aktiven Teilhabe ... Menschen, die mit bleibenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen leben müssen ... soll dazu verholfen werden, trotz gesundheitlicher Defizite und Funktionseinschränkungen, durch die Stabilisierung noch vorhandener Kräfte sowie durch zusätzliche Hilfen ein möglichst normales Leben führen zu können."1

Mit viel Lebensmut, Selbstdisziplin und effektiven Kompensationsstrategien haben es contergangeschädigte Menschen in den letzten mehr als 50 Jahren in einem Kraftakt geschafft, trotz teilweise erheblicher funktioneller Einschränkungen ein selbstbestimmtes und selbständiges Leben zu führen.

Finanzierung der Rehabilitationsleistungen

Anziehen ohne Arme.

Nach § 26 SGB IX werden die erforderlichen Leistungen zur medizinischen Rehabilitation erbracht, um eine Behinderung „zu mindern, auszugleichen, eine Verschlimmerung zu verhüten oder ... Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit und Pflegebedürftigkeit zu vermeiden, zu überwinden, zu mindern, (oder) eine Verschlimmerung zu verhüten...“2 

Trotzdem kann die Versorgung von Contergangeschädigten mit ambulanten oder stationären Rehabilitationsleistungen nicht immer vollumfänglich durch die Leistungen der gesetzlichen Rehabilitationsträger sichergestellt werden. Für diesen Fall stehen Mittel zur Deckung spezifischer Bedarfe zur Verfügung.

Umfrage zu Rehabilitationseinrichtungen

Das CIP initiiert aktuell eine Umfrage unter deutschen Rehabilitationseinrichtungen, um deren spezifische Eignung für die Behandlung und Betreuung contergangeschädigter Menschen zu evaluieren. Dadurch sollen geeignete Einrichtungen identifiziert werden, die durch ihre Ausstattung und Behandlungsangebote eine möglichst umfassende Stabilisierung des gesundheitlichen und funktionalen Zustands der contergangeschädigten Menschen im Rahmen der Behandlung sicherstellen können.

Diese Einrichtungen werden dann auch in die Adressdatenbank des CIP aufgenommen, in der sich aktuell bereits über 3100 Adressen zu verschiedenen relevanten Ansprechpartnern für contergangeschädigte Menschen auf Bundes-, Landes- und Gemeinde-Ebene befinden.

Weitere Informationen

Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen
Informationsbroschüre des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

Ratgeber für Menschen mit Behinderung - Normale Sprache
Informationsbroschüre des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

Ratgeber für Menschen mit Behinderung - Leichte Sprache
Informationsbroschüre des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

Adressdatenbank
im Contergan-Infoportal

Kommentare

  • M-1961-DO sagt:
    Möglicherweise ist es sinnvoller, die Erfahrungen der Betroffenen mit Reha-Kliniken zu sammeln und zu evaluieren? Kliniken, mögen wegen erhoffter Patientenakquise positiver berichten, als sie an tatsächlichen behindertengerechten Einrichtungen und Assistenzhilfen anbieten können.
    Es gibt zwei gute Kliniken, deren conterganspezifische Unterstützungsmöglichkeiten mit der Zeit und durch regen Austausch mit Betroffenen ausgebaut worden sind.