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Heilmittel

Betroffene und Therapeutin bei einer Übung.

Entsprechend der Regelungen im SGB V und der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) über die „Verordnung von Heilmitteln in der vertragsärztlichen Versorgung (HeilM-RL)“ sind unter Heilmitteln ärztlich verordnete und persönlich zu erbringende medizinische Dienstleistungen zu verstehen. Sie dürfen nur von Angehörigen entsprechender Gesundheitsfachberufe erbracht werden. 

Zu den Heilmitteln zählen laut HeilM-RL Maßnahmen 

  • der physikalischen Therapie wie Krankengymnastik, Lymphdrainage und/oder Massagen, 
  • der Podologie (medizinische Fußpflege), 
  • der Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie sowie 
  • der Ergotherapie. 

Gesetzlich Krankenversicherte haben grundsätzlich Anspruch auf die Versorgung mit Heilmitteln. Bei privat Krankenversicherten kann sich der Umfang der erstattungsfähigen Heilmittel je nach Versicherungsunternehmen und gewähltem individuellen Tarif unterscheiden. Gesetzlich krankenversicherte Patienten mit besonders schweren und dauerhaften Erkrankungen haben seit 2011 auch die Möglichkeit, sich die Verordnung von Heilmitteln langfristig von ihrer Krankenkasse genehmigen zu lassen.

Heilmittel dienen bei contergangeschädigten Menschen insbesondere der Schmerzlinderung, der besseren Gelenkbeweglichkeit und dem Mobilitätserhalt.

Spezifische Bedarfe

Nicht immer ist die Deckung des individuellen Bedarfs an Heilmitteln für contergangeschädigte Menschen im gewünschten Umfang komplett über die gesetzlichen Kostenträger möglich. Für die Befriedigung spezifischer Bedarfe - zu denen auch die Kosten für Heil- und Hilfsmittel gehören - stehen der Conterganstiftung deshalb seit 2013 jährlich zusätzlich insgesamt bis zu 30 Millionen Euro zur Verfügung. 

Mehr Informationen zu den Möglichkeiten der Kostenübernahme und der Beantragung von Heilmitteln (z. B. Maßnahmen der Physiotherapie, Lymphdrainage, Manuelle Therapie, Ergotherapie, Osteopathie oder Akupressur) erhalten Sie bei der Geschäftsstelle der Conterganstiftung oder im Bereich Spezifische Bedarfe des CIP.

Weitere Informationen

Zu den Heilmitteln gehört auch die manuelle Therapie. Dabei werden Funktionsstörungen des Bewegungsapparates mit Hilfe spezieller Handgriffe und Mobilisationstechniken behandelt. Dadurch sollen ... Weiterlesen

Die Ergotherapie dient laut Heilmittel-Richtlinie (HeilM-RL) des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) der Wiederherstellung, Entwicklung, Verbesserung, Erhaltung oder Kompensation gestörter motorischer, sensorischer, psychischer und kognitiver Funktionen ... Weiterlesen

Unter dem Begriff Podologie versteht man die nicht-ärztliche Heilkunde am Fuß. Es summieren sich bei podologischer (fußpflegerischer) Behandlung viele Maßnahmen. Sie dienen ... Weiterlesen


Heilmittel-Richtlinie des GBA
Richtlinie über die Verordnung von Heilmitteln in der vertragsärztlichen Versorgung (Rahmenrichtlinie)

2. Teil der GBA-Richtlinie
Zuordnung der Heilmittel zu Indikationen (Heilmittelkatalog)

GBA-Merkblatt zur Genehmigung langfristiger Heilmittelbehandlungen
nach § 32 Abs. 1a SGB V in Verbindung mit § 8 Abs. 5 HeilM-RL 

Rahmenempfehlungen zur Heilmittelversorgung 
gemäß § 125 Abs. 1 SGB V des GKV-Spitzenberbandes

Übersicht des GBA zu den gesetzlichen Regelungen
in Bezug auf die Versorgung mit Heilmitteln

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