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Entwicklung ab 1980

22. Dezember 1982
Drittes Gesetz zur Änderung des Gesetzes über die Errichtung einer Stiftung „Hilfswerk für behinderte Kinder“ mit Ausschlussfrist, wonach potenziell Leistungsberechtigte ihren Anspruch bis zum 31. Dezember 1983 geltend machen müssen. Für Antragsteller aus den neuen Bundesländern wurde diese Frist später bis Ende Dezember 1993 verlängert.

1995
Respekt-Kampagne der Aktion Sorgenkind führte zu einschneidendem Perspektivenwechsel: Menschen mit Behinderung nicht länger als bemitleidenswerte Empfänger von Hilfen darzustellen, sondern als selbstbewusste Akteuren, die ihr Leben meistern und sich auch für die Kampagne abbilden ließen.

1997
Bisherige Vermögenswerte der Stiftung sind aufgebraucht. Zahlung der Renten der Stiftung erfolgt seither komplett über Mittel aus dem Bundeshaushalt 

1999
Die Mitgliederversammlung der "Aktion Sorgenkind" beschließt, den Verein mit Wirkung zum 1. März 2000 in "Aktion Mensch" umzubenennen, um insbesondere den gesellschaftlichen Perspektivenwechsel im Umgang mit Menschen mit Behinderungen widerzuspiegeln.

19. Oktober 2005
Neues Stiftungsgesetz tritt in Kraft. Umbenennung der deutschen Stiftung in „Conterganstiftung für behinderte Menschen“, da der bisherige Name „Hilfswerk für behinderte Kinder“ als nicht mehr zeitgemäß angesehen wird. 

1. Juli 2008
Erstes Gesetz zur Änderung des Conterganstiftungsgesetzes mit Verdopplung des ursprünglichen Betrages der Zuwendungen an die Conterganbetroffenen.

25. Juni 2009
Zweites Gesetz zur Änderung des Conterganstiftungsgesetzes tritt in Kraft. Die Conterganrente wird künftig automatisch an die Erhöhung der Renten der gesetzlichen Rentenversicherung angepasst (Dynamisierung). Zusätzlich Einführung jährlicher Sonderzahlungen.

1.9.2010-31.12.2012
Erarbeitung der Studie der Universität Heidelberg unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Kruse mit intensiver Beteiligung der Geschädigten zu Problemen, speziellen Bedarfen und Versorgungsdefiziten contergangeschädigter Menschen. Bildet die Grundlage für Änderungen im Conterganstiftungsgesetz in 2013.

25. April 2013
Verabschiedung des 3. Änderungsgesetzes des Conterganstiftungsgesetzes durch den Deutschen Bundestag. 

Zum Artikel "Bundestag beschließt Anhebung der Conterganrenten" in der FAZ

29. Juni 2013
Drittes Änderungsgesetz des Conterganstiftungsgesetzes wird im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und tritt am 1. August 2013 (in einigen Teilen am 1. Januar 2013) in Kraft. Es enthält insbesondere Änderungen bei den Rentenhöhen sowie Regelungen zu Leistungen zur Deckung spezifischer Bedarfe.

26. November 2015
Contergan-Infoportal CIP geht online: Als ein Ergebnis der Heidelberger Contergan-Studie hat die Conterganstiftung das Contergan-Infoportal ins Leben gerufen – kurz auch CIP genannt. CIP ist Anlaufstelle für contergan- bzw. thalidomidgeschädigte Menschen, die sich schnell und umfassend über gesetzliche Leistungen, Dienstleistungen, Zuständigkeiten der Behörden und Einrichtungen informieren wollen. Zudem können sich medizinische Experten in einem eigenen Bereich miteinander austauschen, um das vorhandene Wissen besser zu vernetzen – zum Nutzen der Betroffenen.

13. Mai 2016
Contergan und seine Folgen - NRW veröffentlicht unabhängigen Forschungsbericht zur Haltung des Landes im Skandal der 60er Jahre: Das Land NRW veröffentlichte einen 690 Seiten starken Forschungsbericht zur eigenen Rolle im Contergan-Skandal der 60er Jahre. Die Studie unter dem Titel „Die Haltung des Landes Nordrhein-Westfalen zum Contergan-Skandal und den Folgen“ stammt vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. 

09. Juni 2016
Erster Bericht der Bundesregierung über die Auswirkungen des Conterganstiftungsgesetzes (ContStifG) veröffentlicht: Gemäß § 25 ContStifG legt die Bundesregierung dem Bundestag im Abstand von zwei Jahren einen Bericht über die Auswirkungen des ContStifG sowie über die gegebenenfalls notwendige Weiterentwicklung dieser Vorschriften vor. Dieser basierte auf zwei Expertisen sachverständiger Experten. Der Bericht bildete die Grundlage für Änderungen am ContStifG zum Ende des Jahres 2016.

15. Dezember 2016
Bundestag beschließt Viertes Änderungsgesetz zum Conterganstiftungsgesetz: Die spezifischen Bedarfe contergangeschädigter Menschen werden zukünftig durch pauschale Leistungen gedeckt (Pauschalierung). Spezielle Anträge sind hierfür nicht mehr nötig.

28. Februar 2017
Viertes Änderungsgesetz in Kraft: Das Vierte Änderungsgesetz des Conterganstiftungsgesetzes wird im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und tritt rückwirkend zum 1. Januar 2017 in Kraft. Es enthält insbesondere Änderungen bei den Regelungen zur Deckung spezifischer Bedarfe, die ab sofort über pauschale Leistungen abgedeckt werden.

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