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Aktuelles: Im stillen Gedenken

Im Januar 2017 verstarb der Anwalt und Notar a.D. Carl-Hermann Schulte Hillen. Selbst Vater eines contergangeschädigten Sohnes, war er zusammen mit dem Kinderarzt Dr. Widukind Lenz maßgeblich am Zustandekommen des Contergan-Prozesses in den 60er Jahren beteiligt und vertrat im Prozess Eltern betroffener Kinder.

In diesem Zusammenhang war er auch am 1970 geschlossenen Vergleich mit dem Hersteller des Medikamentes, der den Contergan-Prozess beendete, und an der Gründung der Stiftung "Hilfswerk für behinderte Kinder" beteiligt, die den Betroffenen bis heute eine Rente sowie weitere Unterstützungsleistungen ermöglicht. „Contergan, das war der große Kampf meines Vaters. Er hat ihn gefochten für die Gemeinschaft der Contergangeschädigten. Und natürlich auch für mich, seinen ältesten Sohn, und meine Cousine, die ein paar Monate älter als ich ist und auch contergangeschädigt (ist)“, bemerkte sein Sohn einmal in einem Zeitungsinterview.* Obwohl bis zuletzt nicht unumstritten, wird sein Engagement und sein soziales Verständnis für viele contergangeschädigte Menschen und ihre Angehörigen für immer unvergesslich bleiben. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.


Autor/in: Thomas Heckmann
Eingestellt am: 13. März 2017

* Quelle: "Da war halt einer, der hatte kurze Arme“ Jan Schulte-Hillen über den Kampf seines Vaters und das Medikament, das sein Leben nicht prägen soll. Online unter http://www.taz.de/!616101/

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